Solidarische Landwirtschaft: Gemeinsam fürs Gemüsefeld

Am 18.05.2018 veröffentlicht

Essen, was gerade wächst: Wer sich an einer solidarischen Landwirtschaft beteiligt, der muss auf dem Feld mit anpacken. Der erfährt aber auch, welche Mühen der Anbau von Obst und Gemüse macht und kann den Genuss am Ende besonders wertschätzen. In Usingen im Taunus haben sich über zwanzig "SoLaWisten" auf dem Talhof zusammengetan.

Seit zwanzig Jahren ist Jörg George Landwirt. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Sabine Wagner führt er den Talhof im Usinger Ortsteil Wernborn. Idyllisch liegt der kleine Betrieb an den Ausläufern des Taunus. Der 54-jährige ist kein klassischer Bauer. Seit einem Jahr betreibt er eine solidarische Landwirtschaft, da man auch kurz "SoLaWi" nennt.

Die Mitstreiter wie Rentnerin Julia Hartly helfen regelmäßig auf dem Hof mit. Sie war auf der Suche nach einer Aufgabe, mit der sie sich identifizieren kann: "Ich finde die Idee einfach gut, dass wir einen Bauern in der Nähe unterstützt und wir dafür frisches Gemüse bekommen." Mit helfen muss aber keiner. Anpflanzen, Unkraute jäten oder Gießen passiert auf freiwilliger Basis.

Regelmäßig treffen sich die Solawisten mit Jörg George. Zu Beginn des Jahres wird genau berechnet was jeder dem Ökobauern zahlen muss. Diese Art der Landwirtschaft ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Etwas über 180 Solawi-Betriebe gibt es in Deutschland, rund zwanzig in Hessen.

Im Beitrag von Redakteur Rafael Fleischmann erzählt Landwirt Jörg George, warum die solidarische Landwirtschaft auch Vorbild für konventionelle Betriebe sein kann.

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