Startschuss für die Sommerzeit

Am 21.03.2018 veröffentlicht

Vom Samstag, den 25. März 2017 auf den Sonntag, den 26. März 2017 werden die Uhren um 2 Uhr wieder eine Stunde vor gestellt. Dadurch verlieren wir zwar eine Stunde Schlaf, im Gegenzug bedeutet das aber auch: eine Stunde mehr Tageslicht am Abend. Seit 1996 werden die Uhren in allen EU-Mitgliedsstaaten immer am letzten Sonntag im März auf Sommerzeit umgestellt.

Die Hintergründe zur Zeitumstellung:

Die Regeln
Ab Sonntag, den 25. März ist es morgens früher hell: Die Uhr wird in der Nacht vom Samstag auf Sonntag um 2:00 Uhr eine Stunde vorgestellt: Die Sommerzeit beginnt, und uns wird eine Stunde Schlaf geklaut.
Für die Winterzeit gilt dementsprechend: Die Zeitumstellung findet am letzten Sonntag im Oktober statt. Dabei wird um 3:00 Uhr die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Das bedeutet eine Stunde mehr schlafen und frühere Dunkelheit am Abend.
Diese Regelung ist in Deutschland durch eine Verordnung im Bundesgesetzblatt festgelegt:

Die Gründe
In Deutschland wurde die aktuell gültige Zeitumstellung von der Normalzeit - oder wie von vielen bezeichnet "Winterzeit" - auf die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt. Hauptgrund war, mit dieser Regelung durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie zu sparen  - vor allem nach der Zeit der Ölkrise 1973.  Außerdem wollte Deutschland sich damit an seine Nachbarländer anpassen, diese hatten diese geltende Regelung schon früher eingeführt. Die Zeitumstellung ist in der Europäischen Union einheitlich geregelt. Durch die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union wurde die Sommerzeit 1996 in Deutschland um einen Monat verlängert und gilt gemäß des Europäischen Parlamentes seitdem vom letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr MEZ bis zum letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr MEZ.
Seit 1916 gibt es eine generelle Zeitumstellung in Deutschland, drei Wochen später folgten Großbritannien und Irland. Die Bezeichnung "Daylight Saving Time" beschreibt auch damals schon den Zweck, nutzbare Tageszeit zu gewinnen:. Bereits 1784 gab es die ersten Gedanken zu diesem Thema gab es von einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten, Benjamin Franklin, der damals schon für eine breite Diskussion sorgte.
Seit der Einführung der Sommerzeit wird natürlich noch verstärkter über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. Untersuchungen des Bundesumweltamtes spart man während der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, jedoch wird dann morgens mehr geheizt, besonders in den kalten Monaten (März, April und Oktober). Insgesamt steigt der Energieverbrauch dadurch sogar an.  

Die Auswirkungen
Mediziner haben negative Auswirkungen der Zeitumstellung festgestellt; Besonders unter der nötigen Anpassung an die neue Zeit zu leiden haben Menschen, die eh unter Schlafstörungen leiden. Auch Patienten, die unter organischen Erkrankungen leiden, sind betroffen.
Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen können mit einer Art Mini-Jetlag gleichgesetzt werden. Symptome in der Anpassungsphase, die 4 bis 14 Tage dauern kann, sind neben Müdigkeit und Schlafstörungen z.B. Verdauungsprobleme, Konzentrationsschwäche oder Schwankungen der Herzfrequenz
Studien besagen, dass es an dem Montagmorgen nach der Zeitumstellung von der Winter- / Normalzeit auf die Sommerzeit (also bei einer Stunde weniger Schlaf) mehr Verkehrsunfälle gibt als an einem gewöhnlichen Montagmorgen.
Eselsbrücken
Wann wird denn jetzt die Uhr vor- und wann zurückgestellt?! So können Sie es sich merken:
Im Sommer werden die Stühle eines Cafés VOR die Tür gestellt; im Winter stellen die Betreiber diese dann wieder ZURÜCK.
Im dunklen Winter braucht man mehr Schlaf, im Sommer kommt man mit einer weniger aus.
Die Menschen in englischsprachigen Ländern merken es sich mit einem Wortspiel: „Spring forward, fall back.“ – also eigentlich „Spring vorwärts, falle zurück, aber spring heißt Frühling und fall heißt Herbst.

Tipps gegen die Folgen der Zeitumstellung
Besonders Menschen, die eher nacht-/abendaktiv sind, leider nach der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit unter Einschlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit und depressiven Verstimmungen. Um das zu vermindern, sollten sie bereits einige Tage vor der Umstellung früher ins Bett gehen, die Mahlzeiten früher als sonst einnehmen und auf den Mittagsschlaf verzichten.
Außerdem gilt: Je länger man sich Sonnenlicht aussetzt, desto mehr Melatonin (Schlafhormon) wird abends ausgeschüttet – Aktivität an der frischen Luft fördert also das Einschlafen. Hier kann man auch Naturmittel wie Badrian und Hopfen einsetzen.
Vermeiden Sie – wie auch übrigens während des restlichen Jahres ;) – Streitgespräche vorm Schlafengehen. Aber auch Thriller in Film- und Buchform sowie Kaffee und schwarzer Tee können natürlich den Einschlafprozess stören.
Nach maximal sieben Tagen sollte sich der Organismus auf die Zeitumstellung eingestellt haben.

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