Stückelmord in Steinau an der Straße: Frau ersticht und zersägt ihren Freund – jetzt spricht ihr Noch-Ehemann

Am 24.01.2019 veröffentlicht

Tanja B. soll ihren Lebensgefährten erst erstochen und dann in sechs Teile zersägt haben. Seit letztem Jahr sitzt die 35-Jährige in Untersuchungshaft. Am Donnerstag hat ihr Noch-Ehemann vor dem Landgericht in Hanau ausgesagt.

Anfang Juni 2018: Die Ermittler sollten ein entsetzliches Blutbad vorfinden. Im hessischen Steinau an der Straße stürmen sie ein Appartement in der Niederzeller Straße. Im Badezimmer finden sie die sterblichen Überreste von Martin F. Seine Lebensgefährtin soll ihn mit 31 Stichverletzungen getötet und dann mit zwei Elektrosägen zerteilt haben, um die Tat zu vertuschen. Dann soll sie die Körperteile in Plastiktüten gesteckt haben.

Angeklagte gesteht Mord per Sprachnachricht

Bevor sie flieht offenbart sie ihre Grauenvolle Tat in einer Sprachnachricht. Sie habe aus Notwehr gehandelt, lautet es darin. In einem Hotel in Dortmund wurde sie schließlich festgenommen. Seitdem sitzt sie wegen Verdacht auf Totschlag in Untersuchungshaft. Am Donnerstag hat ihr Noch-Ehemann Sven B. vor dem Landgericht in Hanau ausgesagt.

Aus Sicht der Angeklagten soll ihr Partner ein pflanzliches Mittel eingenommen haben, dann sei Martin F. aggressiv geworden und mit einem Messer zu ihr gekommen. Der 47-Jährige soll sie am Hals gepackt und zugedrückt haben. Sie sei vom Teufel besessen und er müsse ihn austreiben, soll er zu ihr gesagt haben. Dann konnte sie gerade so noch das Messer erwischen und zustechen.

Die Ergebnisse der Obduktion sprechen allerdings gegen eine Notwehrsituation, so Oberstaatsanwalt Dominik Mies. Die große Zahl der Stich und Schnittverletzungen passen nicht dazu. Bis zum Urteilsspruch sind noch zwei weitere Verhandlungstermine angesetzt.

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