Urteil im Stückelmord-Prozess gefallen: Lebenslange Haft für Tanja B. wegen Mordes

Am 31.01.2019 veröffentlicht

Im Stückelmord-Prozess von Steinau wurde Tanja B. für schuldig befunden. Im Juni 2018 hat sie ihren damaligen Lebensgefährten erstochen und dann in sechs Teile zersägt. Sie erhält eine lebenslange Haftstrafe. Das hat der Richter am Landgericht Hanau entschieden.

Tanja B. hat ihren Lebensgefährten mit 31 Stichverletzungen getötet und dann mit zwei Elektrosägen zerteilt, um die Tat zu vertuschen. Die Körperteile steckte sie in zwei Plastiktüten. Die Verurteilte flieht, offenbart ihre grauenvolle Tat in einer Sprachnachricht und wird schließlich in einem Hotel in Dortmund festgenommen. Nun wurde sie vom Landgericht Hanau schuldig gesprochen.

Nach eigener Aussage handelte sie aus Notwehr, das hielt das Gericht allerdings für nicht plausibel. Ihrer Darstellung zufolge soll ihr Partner pflanzliche Mittel eingenommen haben und sie dann im Wahn angegriffen haben. All ihre Aussagen zerpflückte der Richter jedoch als Schutzbehauptung. Im Internet hat die 35-Jährige zuvor sogar nach Tötungsmöglichkeiten gesucht. Auch Gefriertruhen wollte sie sich nach Hause liefern lassen.

Das Motiv bleibt ein Rätsel

Die 35-Jährige hatte ihren Partner während seines Mittagsschlafes erstochen. „Man hat sich seines Partners planmäßig entledigt“, fasste der Richter zusammen. Das Motiv der Frau bleibt weitgehend ein Rätsel. „Was wir nicht so ganz verstehen ist, was in ihrem Kopf vorgegangen ist.“

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