Wegen Diskriminerung: Friseurin erteilt Kundin Hausverbot

Am 30.09.2019 veröffentlicht

Im Steinbacher Hairstudio 54 forderte eine Kundin einen Friseur-Termin, bei dem keine Menschen mit Handicap anwesend sein sollen. Schließlich sei das "kein schöner Anblick". Vermutlich bezog sich diese Aussage auf die 31-jährige Schwester von Lendita, die aufgrund multipler Sklerose einen Rollator benötigt. Die Reaktion der Salonbesitzerin  ist ebenso konsequent wie rührend: Was sie unternommen hat, sehen Sie im Video-Beitrag unseres Reporters Rafael Fleischmann.

Das hessische Hairstudio 54 wird von vielen Menschen mit Handicap aufgesucht. Nicht zuletzt deswegen fühlte sich Lendita dazu genötigt, ein Statement auf Facebook zu veröffentlichen, in dem sie besagter Kundin mittels Videobotschaft eine klare Ansage macht: "Gute Frau, wenn Sie ein Problem mit irgendeiner Behinderung haben, dann haben Sie hier bei mir nichts zu suchen! Dann brauchen Sie nicht zu mir zu kommen! Ich bediene auch behinderte Menschen und das von Herzen!"

Kundin sprach von einer "Katastrophe"

Unglücklicherweise war zum Zeitpunkt des Anrufes Lendita nicht am Telefon. Ihre Rezeptionistin versuchte die aufgebrachte Kundin im Gespräch noch zu beruhigen. Besagte Frau war bereits als Kundin in Lenditas Hairstudio – die Anwesenheit einer Frau mit Rollator habe ihr zugesetzt. Sie habe es ganz "schlimm" gefunden und möchte so etwas bei ihrem nächsten Besuch nicht mehr haben. Sie sprach wohl von einer "Katastrophe". Aufgrund des beherzten Eingreifens der Chefin, wird die diskriminierende Frau ihren Laden wohl nicht mehr so schnell betreten.

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