Scheinbar leichter zu pflegen - ganz sicher weniger grün. Foto: Pixabay

Bunt statt Grau: Steingärten in der Kritik

Zu leblos und schlecht für das Klima: Einige Städte in Hessen wollen der Ausbreitung der umstrittenen Stein- und Schottergärten entgegenwirken.

In Hanau wurden Bebauungspläne angepasst und darin Steingärten verboten worden, sagte ein Sprecher der Stadt. Auch in Neubaugebieten in Fulda enthalten einige Bebauungspläne bereits eine Klausel, die bestimmte Grünflächen vorschreibe und Schotterflächen verbiete, berichtete der Sprecher der Domstadt. In Schotter- und Steingärten werden Wiesen, Rasen und Beete durch Schotter und Kies ersetzt und der Boden oft mit Folien versiegelt.

Wiesbaden und Kassel planen derzeit eine Anpassung der kommunalen Grünsatzungen, um diese Art der Vorgartengestaltung einzudämmen, teilten die Städte mit. Eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe prüfe derzeit, inwiefern man die Satzung anpassen und ökologisch wertlose Schottergärten verhindern könne.

Steingärten fördern Insektensterben

Laut Naturschutzbund Deutschland seien die monotonen Steingärten schlecht für die ökologische Vielfalt und das Klima in den Städten. "Steingärten bieten nicht nur keinen Lebensraum für Bienen und Insekten, sie wirken sich durch die aufgeheizten Steine im Sommer auch noch negativ auf das Stadtklima aus", sagt NABU-Referentin Ann-Sybil Kuckuk.

Auch die Landesregierung forderne mehr Grün statt Grau. „Wir brauchen wieder mehr Lebensräume für Insekten in der Landwirtschaft, aber auch in den Kommunen und bei jedem zuhause in den Gärten oder auf den Balkonen muss sich etwas verändern. Jeder Vorgarten, jeder Balkonkasten und jede Freifläche kann durch geschickte Pflanzenwahl zum Bienenbuffet werden“, sagte Umweltministerin Priska Hinz von den Grünen zu FFH.

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