"Quetschies" durchgefallen: Stiftung Warentest untersucht Apfelmus

Am 01.04.2020 veröffentlicht

Im Vorratsschrank darf es nicht fehlen: das Apfelmus. Ob als Beilage zu Kartoffelpuffern, im Milchreis oder pur als Dessert – Apfelmus ist beliebt.

Gleich neben dem Mus steht aber auch Apfelmark im Regal. Stiftung Warentest hat verschiedene Produkte getestet und miteinander verglichen. Vor allem das Apfelmark überrascht im Test und kann mit dem Apfelmus mithalten - und hat dabei auch noch weniger Kalorien.

Unterschied zwischen Apfelmus und Apfelmark

Äußerlich unterscheiden sich beide Produkte nicht voneinander. Auch die Konsistenz ist gleich. Der Unterschied steckt im Detail: Apfelmus enthält neben dem Zucker der Äpfel immer zusätzliche Süße, Mark hingegen besteht nur aus fruchteigenem Zucker. Im Schnitt bringt das Mark damit ein Drittel weniger Zucker mit sich. Alle getesteten Apfelmark-Produkte hielten sich auch an diese Vorgaben und waren tatsächlich nicht gezuckert.

Testsieger: Drei Produkte schmecken "sehr gut"

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 25 Produkte ins Prüflabor geschickt: 14 Mal Apfelmus, fünf Mal Apfelmark und sechs Sorten Fruchtmus-Quetschies. Jedes zweite Apfelmus und -mark im Test schneidet "gut" ab. Drei Produkte bekommen im Geschmacktest sogar das Urteil "sehr gut". An dem Apfelmus der niederländische Firma HAK und an dem Bio-Mark von Alnatura hatten die Verkoster nichts auszusetzen, dafür gab es die Höchstnote (1,0). Stiftung Warentest beschreibt den Geschmack als aromatisch, komplex, kräftig nach Apfel, fruchtsäuerlich und leicht süß. Lidl punktet ebenfalls mit seinem Freshona-Apfelmuss durch einen kräftigen Geschmack frischen Äpfeln. Es ist jedoch etwas süßer als die anderen zwei Produkte (Note 1,5). Nicht gut und vergleichsweise teuer haben Frucht-Quetschies abgeschnitten. Hier gab es dreimal "befriedigend" und dreimal "ausreichend" als Gesamtnote.

Guter Geschmack muss nicht teuer sein

Unter den besten Produkten im Test finden sich sowohl teure Markenprodukte als auch Discounterware. Das Freshona-Apfelmus von Lidl kostet beispielsweise nur 8 Cent pro 100 Gramm. Knapp dahinter, doch dreimal so teuer, ist das HAK-Apfelmus für 28 Cent pro 100 Gramm. Der niedrige Preis steht dabei keinesfalls für niedrige Qualität. Stiftung Warentest hat alle Produkte auch auf Stoffe untersucht, die für Verderbnis sprechen. Weder bei Lidl noch bei den anderen Apfelbrei-Produkten konnten solche Stoffe gefunden werden. Auch Keime waren kein Problem.

Apfelmus ganz einfach selbst machen

Zutaten:
2 kg Äpfel
eine halbe Zitrone
100 ml Wasser
ca. vier Päckchen Vanillezucker

Zubereitung:
Äpfel in mittelgroße Stücke schneiden und mit Schale und Kernen mit Wasser im Topf kochen. Weichgekochte Äpfel durch ein Sieb pressen. Anschließend mit Zitrone und Zucker würzen.

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