Startschuss für Germanwings-Streik: Flugbegleiter bleiben am Boden

Am 27.12.2019 veröffentlicht

In der Nacht zum Montag hat der dreitägige Streik der Germanwings-Flugbegleiter an mehreren deutschen Flughäfen begonnen. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hatte am Freitag zu Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings aufgerufen. Demnach drohen vielen Passagieren in der Zeit von Montag, 30. Dezember um 0 Uhr bis Mittwoch, 1. Januar um 24 Uhr Flugausfälle.

Bundesweit fallen aufgrund des Streiks rund 180 Flüge aus, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hervorgeht, die das Unternehmen laufend aktualisiert. Germanwings führt ihre Flüge für Eurowings aus.

Mittels Videobotschaft über ihren Youtube-Kanal hat die Kabinen-Gewerkschaft UFO ihre Pläne übermittelt und könnte somit für ein bitteres Jahresende vieler Passagiere am Frankfurter Flughafen sorgen. Bereits im November hatte ein zweitägiger Streik für Chaos an den Flughäfen gesorgt. Rund 200.000 Fluggäste der Lufthansa waren von über eintausend Flugausfällen betroffen. Diesmal bleiben die Lufthansa-Kunden verschont.

Entschädigung prüfen

Dirk Busse, Experte für Fluggastrechte von Europas größtem Legal Technik-Unternehmen AirHelp, ist der Meinung, dass die Chancen auf Entschädigungen für betroffene Passagiere gut stehen. So könnten Verspätungen zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen, wobei sich die Höhe der Entschädigungszahlung aus der Länge der Flugstrecke berechne. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch sei abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

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