Studie schlägt Alarm: Grundschulen fehlen Lehrer

Am 09.09.2019 veröffentlicht

Weil in Deutschland immer mehr Kinder geboren werden, braucht es mehr Lehrer für Grundschulen. Doch die fehlen. Die Bertelsmann-Stiftung schlägt Alarm.

Bis zum Jahr 2025 werden ihren Prognosen nach mindestens 26.300 Lehrer an Grundschulen fehlen. Damit sei die Lage noch dramatischer, als von den Kultusministern der Bundesländer erwartet. Sie hatten im vergangenen Oktober einen Mangel von 15 300 Grundschullehrern im Jahr 2025 errechnet.

"Ein Kind, das in diesem Jahr geboren wurde, wird dann in sechs Jahren eingeschult. Ein Grundschullehramtsstudium dauert in der Regel sieben Jahre. Das ist zu kurz, um rechtzeitig umsteuern zu können", mahnt Studienleiter Dirk Zorn. Der FDP-Bildungsexperte Moritz Promny kritistert, dass Hessen die Lehrerausbildung nicht ausreichend gefördert habe: "Die Landesregierung muss endlich Strategien entwickeln, wie sie die Stellen, die sie geschaffen hat, auch besetzt bekommt."

Gewerkschaft will Hürden fürs Studium abbauen

Die Lehrer-Gewerkschaft GEW fordert erneut, den Numerus clausus (NC) für das Lehramt an Grundschulen abzuschaffen sowie die Zahl der Studien- und Lehramtsanwärterplätze auszubauen. "Es ist eine Schande, dass junge Menschen, die sich für den wichtigen Beruf der Grundschullehrerin oder des Grundschullehrers entschieden haben, keinen Studienplatz bekommen", sagt die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

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