Foto: Polizeipräsidium Osthessen

Auf Sturm folgt Kälte: Einschränkungen bei der Bahn, Behinderungen im Berufsverkehr

Nach dem Sturmtief "Eberhard" müssen sich Reisende in Hessen am Montag weiter auf Verspätungen und Ausfälle im Bahnverkehr einstellen. Betroffen seien vor allem Züge, die aus Nordrhein-Westfalen kommen, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montagmorgen mit.

Bei der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main komme es etwa vereinzelt zu Ausfällen und Verzögerungen. Mehrere Linien im Fernverkehr fielen am Morgen komplett aus - zum Beispiel der ICE 45 aus Köln Richtung Stuttgart über Wiesbaden und Mannheim oder die Linien 47 und 49 aus Dortmund. Reisende sollten in Regionallinien umsteigen und sich auf der Internetseite der Deutschen Bahn informieren, sagte der Bahnsprecher.

Ausfälle und Sperrungen in ganz Hessen

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) meldete etwa wegen eines umgestürzten Baums Ausfälle im Busverkehr im Landkreis Offenbach. Im Wiesbadener Yachtclub drohte eine Steganlage wegen des Sturms abzureißen. Die Berufsfeuerwehr habe aber Schlimmeres verhindert. Im südhessischen Bensheim wurde in der Karl-Kübel-Schule der Ausfall des Unterrichts wegen Sturmschäden am Schulgebäude gemeldet. Die Polizei in Westhessen warnte vor teils schneebedeckten Straßen.

A5 kurzzeitig wegen Glätte gesperrt

Die A5 zwischen dem Hattenbacher Dreieck und  Alsfeld war am Montagmorgen wegen Schneeglätte voll gesperrt. Mehrere Lastwagen haben hier auf glatter Straße Hilfe beim Anfahren gebraucht. Mittlerweile konnte der Winterdienst alle Spuren wieder frei räumen. Der Verkehr läuft wieder.

Auf Sturm folgt Kälte

Auf das Unwetter-Wochenende folgen am Montag Windböen und Frost. "Starke und stürmische Böen" mit bis zu 80 Kilometer pro Stunde seien möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmorgen mit. Dazu könne es regnen und gewittern. Am Nachmittag soll sich die Wetterlage dann aber beruhigen. Die Temperaturen liegen zwischen sechs und acht Grad. In der Nacht kann es sich dann auf bis zu null Grad abkühlen - besonders in Hessen sei mit Frost zu rechnen.

Sonntag: A45 gesperrt

Das gelockerte Dach eines Autohauses in Herborn drohte am Sonntag buchstäblich "vom Winde verweht" zu werden - ausgerechnet auf die nahegelegene Autobahn A45. Teile des Daches seien durch Sturmböen großflächig gelockert worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen. Die Autobahn sei vorsorglich zwischen den Anschlussstellen Herborn Nord und Herborn Süd in beide Richtungen gesperrt worden, denn aufgrund der Windrichtung bestehe die Gefahr, dass die Dachteile mit hoher Geschwindigkeit auf die Autobahn geweht werden könnten.

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