Sinnvolle Kooperation?: Volksbank und Sparkasse teilen Filialen

Am 03.09.2019 veröffentlicht

Die beiden Wettbewerber Frankfurter Volksbank und Taunus Sparkasse wollen künftig an einem Strang ziehen: Zumindest, wenn es um die Nutzung von Filialen geht. 26 Standorte im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis sollen bis zum Jahr 2021 zu sogenannten "Finanzpunkten" umgestaltet werden. Kunden beider Banken können dort dann betreut werden.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die Bankenbranche mit der flächendeckenden Serviceleistung sowohl im digitalen Raum als auch vor Ort extrem stark belastet ist. Volksbank und Sparkasse werden auch weiterhin Wettbewerber bleiben, durch die Kooperation profitierten aber in finanzieller Hinsicht beide Seiten.

In Filialen mit Personal teilen sich die beiden Institute die Öffnungszeiten auf: An jeweils zwei Wochentagen sind Mitarbeiter der Volksbank, an den beiden anderen Tagen Mitarbeiter der Sparkasse in der Filiale. Ein blaues oder rotes Licht zeigt an, welche Bank vor Ort ist. Selbstbedienungsstellen werden gemeinsam betrieben. In den kommenden drei Jahren wollen die beiden Geldhäuser zu gleichen Teilen insgesamt fünf Millionen Euro in das Projekt investieren. Die erste Filiale eröffnet im Oktober in Bad Soden.

Unser Reporter Pascal Wede war heute bei der Vorstellung des Konzepts in Sulzbach und hat mit den Verantwortlichen gesprochen.

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