Tarifeinigung: Landesbeschäftigte erhalten 8 Prozent mehr Geld

Am 29.03.2019 veröffentlicht

Die rund 45.000 Beschäftigten des Landes Hessen bekommen nach einer Einigung bei den Tarifverhandlungen stufenweise acht Prozent mehr Geld. Wie die Gewerkschaft Verdi, als auch ein Vertreter der Arbeitnehmer am Freitag mitteilte, sollen die Gehälter von Berufseinsteigern prozentual stärker steigen. Der Einigung am Freitag waren rund 20 Stunden Verhandlungen vorausgegangen.

Hessen war 2004 als einziges Bundesland aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgetreten und verhandelt seitdem in Eigenregie. Dennoch orientiere sich der aktuelle Tarifabschluss weitesgehend an der TdL-Übereinkunft, die Verdi und der Beamtenbund dbb Anfang März mit den in der TdL vertretenen Bundesländern erzielte, so die Gewerkschaft. Die rund eine Million Beschäftigte der Bundesländer bekommen stufenweise acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten.

Nach der Einigung werden die Gehälter nun rückwirkend zum 1. März 2019 um 3,2 Prozent, mindestens aber 100 Euro erhöht. Zum 1. Februar 2020 bekommen die Beschäftigten dann erneut 3,2 Prozent mehr Geld, wieder mindestens 100 Euro. Die dritte Erhöhung folgt dann am 1. Januar 2021 mit 1,4 Prozent und mindestens 40 Euro mehr. Insgesamt steigen die Gehälter vom Ausgangsgehalt über die Laufzeit um acht Prozent.

"Wir haben hart gerungen", sagte Wolfgang Pieper vom Bundesvorstand der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Am Ende sei einer der besten Abschlüsse herausgekommen, den man seit langem in Hessen gemacht habe. Mit dem Ergebnis könnten alle Verhandlungspartner gut leben. Der Beschluss hat noch weitreichendere Folgen: Die Einigung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst wird üblicherweise auch auf die Beamten des Landes übertragen. Innenminister Peter Beuth habe im Rahmen der Tarifeinigung schriftlich zugesagt, das Ergebnis zeitgleich und systemgerecht auf Besoldung und Versorgung im Beamtenbereich zu übertragen, teilte der dbb mit.

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