Passt das zusammen?: Religion als Tattoo

Am 15.04.2019 veröffentlicht

Tattoos sind noch immer voll im Trend. Viele Menschen tragen sie als Körperschmuck. Doch immer mehr entscheiden sich für religiöse Motive und lassen sich diese auf die Haut stechen. Ob das ein Widerspruch ist, oder doch zusammen passt, damit hat sich der Referent für Erwachsenenbildung im Bistum Mainz auseinandergesetzt. So ist Paul Henri Campbell der Meinung, dass religiöse Tattoos eine lange Vergangenheit haben: "Im Mittelalter hatte man diese ganzen Pilgertattoowierungen und auch heute noch in Santiago de Loreto und dann eben gleichzeitig auch im Mönchstum gab es einige Traditionen, die Tattoos als Erinnerungszeichen verwendet haben."

Dieser Geschichte ist er nun in seinem Buch "Tattoo und Religion" nachgegangen. Dort berichtet er von verschiedensten Menschen aus aller Welt, mit denen er sich ingesamt über eineinhalb Jahre über Tattoos und deren Hintergründe unterhalten hat. Denn für die Meisten sind sie mehr, als nur dauerhafter Körperschmuck. So wünscht sich Campbell: "Dass Menschen die klassischen religösen Formen, wie Gottesdienst, Prozessionen und so Sachen nachgehen, dass Sie vielleicht anerkennen können, dass Menschen die mit religiösen Symbolen tattoowiert sind, ein öffentliches Bekenntnis machen. Sie setzen ein Zeichen mit sich an ihrem eigenen Körper." Am Ende geht es doch aber darum, sich in und mit seiner eigenen Haut wohlzufühlen. Mit oder ohne Tattoos.

Diesem Thema sind unsere Reporter Bella Christophel und Pascal Wede nachgegangen.

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