Grün und saftig: So wird ihr Rasen frühlingsfit

Am 29.03.2019 veröffentlicht

Die Sonne scheint und alles fängt an zu blühen -  Da sollte auch so langsam mal der Balkon und Garten frühlingsfit gemacht werden. Vor allem so ein Rasen im hauseigenen Garten sollte ja möglichst grün und saftig aussehen, nach dem letzten Rekord-Sommer ist das aber gar nicht so einfach. Mit einigen Tipps und Tricks erstrahlt sowohl Ihr Garten, als auch der Balkon wieder in bunten Farben.

Garten aufräumen und Boden herrichten

Gehwege von Laub, Moos und Erdresten befreien. Bereits beschäfigte Gartenwege bei dieser Gelegenheit ausbessern. Laubreste, Baumfrüchte und abgefallene Zweige vom Grad aufsammeln, sonst beginnen diese womöglich zu faulen. Dürre Äste und vertrocknete Stauden zudem kräftig zurück schneiden und jung austreibende Unkräuter rechtzeitig jäten. Für gesunde Beete den Boden sachte auflockern und die Erde mit gut gereiftem kompost vermengen. 

Rasen pflegen

  1. Vertikutieren
    Vor dem Aussäen ist es von Vorteil, den Rasen gründlich zu mähen und zu vertikutieren, so wird störendes Moos oberflächlich beseitigt. Wer keinen eigenen Vertikutierer besitzt, kann ihn im Gartencenter oder Baumarkt ausleihen. Anschließend das Schnitt- und Vertikutiergut gründlich entfernen.
  2. Nachsäen
    Ende März bis Anfang Mai ist die perfekte Zeit für eine Aussaat. Hierfür die Rasensamen mit der gleichen Menge trockenem Sand mischen, so hat man ein besseres Streugefühl. Anschließend auf den betroffenen Stellen verteilen und mit einem Rechen gut in die Grasnarbe einarbeiten. Die Fläche die nächsten vier Wochen ausreichend feucht halten und möglichst nicht betreten. Erst danach kann der Rasen das erste mal wieder gemäht werden. Nach dem dritten bis vierten Mähen ist die Rasenfläche wieder voll belastbar. 
  3. Düngen
    Damit der Rasen gleichmäßig, dicht und gesund heranwachsen kann, benötigt er nach dem Aussäen ausreichend Nährstoffe. Im Frühjahr direkt nach der Nachsaat und dem ersten Mähen können Sie den Rasendünger gleichmäßig über die Fläche verteilen. Durch die Düngung wächst der Rasen frisch und sattgrün heran, ist resistenter gegen Krankheiten und Schimmel. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, am besten während der Wachstumsperiode alle drei Monate mit Langzeitdünger versorgen. 

Pflanzen und Baumkronen zurückschneiden

Stauden, die im Frühling schon eine erhebliche Größe aufweisen, wachsen im Laufe des Jahres nur noch weiter. Verschaffen Sie den umliegenden Pflanzen also mit einer Gartenschere mehr Licht und Raum. Der Frühling ist zudem ideal, um mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Rosmarin oder auch Rosen zurückzuschneiden. Der Boden sollte dafür aber trocken sein. 

Wichtig: Im Gegensatz zu Stauden sollten Sie bei Obstbäumen nicht zu radikal kürzen. Ansonsten erhöht sich das Risiko, dass Sie nicht nur Knospen und Triebe abschneiden, sondern, dass in diesem Jahr überhaupt nichts mehr nachwächst.

Frühblüher sorgen für Farbakzente

Zierpflanzen sind sensibel und vertragen meist keine zu frühe Auspflanzung, doch auf farbliche Akzente müssen Sie deshalb im Frühlingsgarten nicht verzichten. Gladiolen, Dahlien und Lilien können Sie problemlos Anfang April bis Mai einpflanzen. Weitere Frühblüher sind unter anderem Tulpen, Iris, Stiefmütterchen, Krokusse, Mini-Narzisse oder Alpenveilchen. 

Tipps für den Balkon

  1. Boden reinigen
    Im Winter sammeln sich oft Algen und andere Ablagerungen auf dem Balkonboden an ­– hier ist Frühjahrputz angesagt. Am einfachsten sind Steinfliesen zu säubern, alle anderen Beläge brauchen meist aufwendigere Reinigungsmethoden. Holzdielen lassen sich entgrauen und sollten bei der Gelegenheit auch mit Öl nachbehandelt werden – das sieht nicht nur gut aus, sondern pflegt das Material noch langfristig. Eine ausführliche Anleitung dazu gibt es hier.
  2. Samen vorziehen
    Was wäre der Balkon ohne Pflanzen? Noch ist es zu kalt, um Samen direkt ins Freiland zu säen. Durch Vorziehen von Pflanzen durch Samen verschafft ihr euch einen Vorsprung und könnt euren Balkon nach wenigen Wochen mit vorgezogenen Pflanzen bestücken. Für den Frühling eignen sich besonders Tomaten, Kopfsalat, und Paprika. Blumenfreunde sind mit Astern, Duftwicken oder Kornblumen gut beraten.
  3. Pflanzen aus dem Winterquartier holen
    Bleiben die Nächte mild, können mehrjährige Pflanzen aus ihrem Winterschlaf geweckt werden. Wichtig ist es, die Pflanzen behutsam an ihre neue Umgebung zu gewöhnen, pralle Sonne vertragen die wenigsten direkt nach dem Überwintern im Haus. Stellen Sie die Pflanzen zunächst in den Schatten nah an die Hauswand, nach einigen Tagen können sie dann näher an das direkte Sonnenlicht wandern.
  4. Sichere Blumenkästen kaufen und bepflanzen
    Sind die Halterungen der Blumenkästen noch intakt? Ein herunterfallender Blumenkasten kann zu schlimmen Unfällen führen und im Schadensfall können Blumenfreunde dafür rechtlich belangt werden. Überprüfen Sie deshalb sorgfältig, ob die Befestigung noch einwandfrei funktioniert oder nicht doch eine neue angeschafft werden muss.
  5. Balkonmöbel rausstellen
    Gemütlich wird es auf dem Balkon erst, wenn man sich entspannt in die Sessel fläzen kann. Also raus mit den Balkonmöbeln aus dem Keller oder der Garage und das Durchlüften der Polster nicht vergessen. Holzmöbel sehen nach einem neuen Anstrich deutlich einladender aus, bei Plastikstühlen reicht das Abwischen mit einem feuchten Lappen.
  6. Neue Accessoires anschaffen
    Mit Deko-Artikeln wie Duftlampen, Kerzen und Lampions erstrahlt der Balkon abends in angenehm warmen Licht. Eingewickelt in eine Decke können Sie auch schon im Frühjahr romantische Abendstunden auf der heimischen Terrasse verbringen und sich auf die kommende Saison freuen.

Wie Sie ihren Balkon und Garten wieder aus dem Winterschlaf holen, zeigt Ihnen auch Reporter Tim Ellrich im Videobeitrag.

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