Fronten verhärtet: Aktivisten wollen A49 verhindern

Am 29.09.2020 veröffentlicht

Ab Donnerstag kann im Dannenröder Forst gerodet werden, um den Ausbau der A49 von Kassel nach Gießen durchzuführen. Dafür müssen viele Hektar Wald weichen, weshalb sich Aktivistin seit einem Jahr für den Erhalt der Bäume stark machen.

Der Ausbau der A49 sei zeitgemäß und ein notwendiger Schritt in Sachen Infrastruktur für Nord- und Mittelhessen, sagen die Befürworter des Projekts: Eine bessere Anbindung für die Anwohner an den Ballungsraum Rhein-Main und eine Entlastung der Bundesstraßen, wo sich LKW  durch die Ortschaften quälen. Die Autobahn soll Kassel mit der A5 verbinden, ein Abschnitt bei Schwalmstadt ist bereits in Bau und soll dann an Stadtallendorf vorbei bis Homberg-Ohm führen. Dazwischen liegt der Dannenröder Forst. Der Jahrhunderte alte Wald soll ab Oktober gerodet werden. Die Pläne wurden vor Jahrzehnten gemacht und seien heute nicht mehr zeitgemäß, kritisieren die Aktivisten.

Umwelt- und Klimaaktivisten halten den Dannenröder Forst zwischen Homberg (Ohm) und Stadtallendorf seit rund einem Jahr besetzt, um die Rodungen für das Autobahn-Projekt zu verhindern. Dafür haben sie auf Waldwegen Barrikaden aus Baumstämmen, Ästen und Gegenständen errichtet und sich Baumhäuser gebaut. Für den Ausbau der A49 müssten mindestens 60 Hektar gesunder Wald gerodet werden.

 

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