Wenn's nicht gefällt: Das müssen Sie beim Geschenke-Umtausch beachten

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Die Handtasche hat die falsche Farbe, der Pulli ist zu eng und gleich drei Verwandte dachten wohl, dass Sie dringend ein neues Handrührgerät bräuchten. Wer da noch einen Kassenzettel besitzt, ist klar im Vorteil. Viele Hessen nutzen jetzt die Brückentage, um Weihnachtsgeschenke umzutauschen. Wir haben die wichtigsten Fragen beantwortet.

In welchen Fällen gilt das 14-Tage-Widerrufsrecht?

Grundsätzlich gilt: Gekauft ist gekauft. Im stationären Handel gibt es kein generelles Recht auf Umtausch oder Rücknahme. Die meisten Geschäfte kommen ihren Kunden allerdings entgegen und nehmen sogar ausgepackte Waren zurück. Aber: Nicht immer gibt es Bares zurück. Manche Händler erstatten ihren Kunden den Kaufpreis in Form eines Gutscheins. Bei der 14-Tages-Frist zählt übrigens jeder Tag. Sonn- und Feiertage werden mitgerechnet.

Welche Artikel kann ich zurückgeben?

Ist der Artikel in einem fehlerfreien Zustand, spricht grundsätzlich nichts dagegen, dass der Händler ihn zurücknimmt. Dessous oder Ohrringe können aus hygienischen Gründen nicht zurückgenommen werden. Auch verderbliche Produkte oder Waren, die mit einem Siegel versehen waren und geöffnet wurden (wie beispielweise CDs oder Computerspiele) können in der Regel nicht umgetauscht werden. Bei Kleidung sollten die Etiketten nach Möglichkeit noch vorhanden sein.

Brauche ich einen Kassenbon?

Mit einer Quittung kann der Kunde belegen, dass er die Ware innerhalb der Umtausch-Frist in dem entsprechendem Geschäft erworben hat. Wie Stiftung Warentest berichtet, reicht bei Verlust des Bons auch eine Kartenabrechnung oder eine Person, die den Kauf bezeugen kann. Ganz ohne Beleg können die Händler die Rücknahme verweigern.

Kann ich Konzertkarten und Tickets umtauschen?

Häufig sind die Käufe von Konzertkarten oder anderen Tickets vom Umtausch ausgeschlossen, es sei denn, der Käufer hat zuvor eine Ticketversicherung abgeschlossen. Sind die Tickets personalisiert, gestaltet sich meist auch ein Weiterverkauf schwierig.

Wie lange kann ich defekte Ware zurückbringen?

Die Nacherfüllung gilt für einen Zeitraum für zwei Jahre. Im ersten halben Jahr liegt die Beweislast bei den Händlern und sie müssen belegen, dass die Ware beim Kauf einwandfrei war. Anschließend muss der Kunde beweisen, dass der Fehler bereits beim Kauf vorlag.

Wer zahlt die Rücksendekosten beim Online-Shop?

Die Kosten für die Rücksendung müssen Verbraucher laut Gesetz selbst übernehmen. In der Praxis übernehmen viele deutsche Händler aber freiwillig die Rücksendekosten als besonderen Kundenservice.

 

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