Noch viele Fragen offen: Uneinigkeit bei Schulöffnung

Am 17.04.2020 veröffentlicht

Wie geht es an den Schulen weiter? Darüber herrscht Uneinigkeit zwischen Kultusminister Alexander Lorz, der Lehrergewerkschaft GEW und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Wolfgang Schäuble hat nun vorgeschlagen, die Sommerferien in diesem Jahr zu verkürzen, da durch die Coronakrise schon viele Schulwochen wegfallen. Kultusminister Lorz hält im FFH-Interview davon erstmal wenig: "Bisher hat auch noch niemand gesagt, dass Sommerurlaube generell zu streichen sind, das kann alles noch kommen, ist auch nicht die Entscheidung der Kultusminister, aber solange wir darüber keine Klarheit haben, würde ich sagen, planen wir mal weiter mit dem ganz regulären Ablauf des Schuljahres".

Die Lehrergewerkschaft kritisiert heute die unzureichenden Pläne für die schrittweisen Schulöffnungen in anderthalb Wochen. Es brauche klare Vorgaben zu den Hygienemaßnahmen durch die Landesregierung. Es könne zum Beispiel nicht sein, dass die Schulen entscheiden sollen, welche Gruppengrößen in welchen Klassenräumen zulässig sind.

Prüfungen an Haupt- und Realschulen werden verschoben

Die schriftlichen Examen seien nun vom 25. bis 29. Mai vorgesehen, teilte das Kultusministerium mit. Ursprünglich sollten sie zwei Wochen eher stattfinden. Auch für die Fachoberschulen wurden die Abschlussprüfungen verschoben und nun auf den Zeitraum zwischen dem 14. und 19. Mai terminiert.

An Hessens Schulen wird vom 27. April an schrittweise wieder der Unterricht aufgenommen, beginnend zunächst mit den Abschlussjahrgängen und den vierten Klassen an Grundschulen. Hessens Schülerinnen und Schüler müssen zudem nicht damit rechnen, sitzenbleiben zu müssen.

Hier gibt es die Corona-Regeln online: Thema Schule

 

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