Unwort des Jahres: "Klimahysterie" gewinnt das Rennen

Am 14.01.2020 veröffentlicht

397 Wörter wurden von Deutschlands Bürgern als "Unwort des Jahres" vorgeschlagen - das Rennen hat letztendlich "Klimahysterie" gemacht. Die Jury "Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres" hat ihre Entscheidung soeben in Darmstadt bekanntgegeben.

Weitere Kandidaten waren "Verschmutzungsrechte", "Bauernbashing", "Ökodiktatur" oder "Umvolkung". Begriffe rund um Ökologie und Klimadebatte scheinen die jahrelangen Vorschläge aus dem Bereich Flüchtlingspolitik und Migration abzulösen.

Sensibilisierung für angemessene Sprache

Mit dem Unwort des Jahres möchte die sprachkritische Aktion einmal im Jahr auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und damit sensibilisieren. Für 2018 war der Ausdruck "Anti-Abschiebe-Industrie" zum Unwort gekürt worden. Der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, hatte den Begriff geprägt.

Vorschläge rückläufig

Seit 1991 wird das Unwort des Jahres gekürt. Dieses Jahr entsprachen rund 50 Vorschläge den Kriterien. Die Zahl der Einsendung ging erneut zurück. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 900. Früher gab es auch schon mal deutlich über 2000 Vorschläge.

Die Unwörter der Jahre 2000-2018

  • 2018 Anti-Abschiebe-Industrie
  • 2017 Alternative Fakten
  • 2016 Volksverräter
  • 2015 Gutmensch
  • 2014 Lügenpresse
  • 2013 Sozialtourismus
  • 2012 Opfer-Abo
  • 2011 Döner-Morde
  • 2010 alternativlos
  • 2009 betriebsratsverseucht
  • 2008 notleidende Banken
  • 2007 Herdprämie
  • 2006 freiwillige Aureise
  • 2005 Entlassungsproduktivität
  • 2004 Humankapital
  • 2003 Tätervolk
  • 2002 Ich-AG
  • 2001 Gotteskrieger
  • 2000 national befreite Zone
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