Schockierende Rechnung: Für Veggie-Wurst sterben mehr Tiere als für das Original

Am 01.11.2018 veröffentlicht

Umweltbewusst handeln fängt für viele schon beim Einkauf im Supermarkt an. Nicht wenige wählen vegetarische Produkte aus tierethischen Gründen. Doch wer denkt, dass man mit dem Kauf von vegetarischer Wurst einen Beitrag zu weniger Tierleid leistet, irrt sich – denn für die fleischlose Alternative sterben mehr Tiere als für das Original.

Auch wenn für eine vegetarische Wurst kein Schwein geschlachtet werden muss, so sterben für dieses Ersatzprodukt gleich mehrere Hühner. Der Hintergrund: Viele vegetarische Produkte basieren auf Hühnereiern. So auch die Veggie-Mortadella. Diese besteht zu einem Großteil aus Eiklar. Eine Rechnung des Magazins “Stern" hat ergeben, dass man zwölf Hühner braucht, um die gleiche Menge vegetarische Mortadella herzustellen, die aus einem Schwein für das Original gewonnen wird.

Für diese These hat das Magazin eine schweinische und eine vegetarische Mortadella einer bekannten deutschen Marke genauer untersucht. Laut Hersteller könnte man mit nur einem Schwein etwas mehr als 100 Kilogramm Mortadella herstellen.

Zwölf Hühner sterben für 100 Kilogramm Veggie-Mortadella

Die vegetarische Variante besteht aus 70 Prozent Eiklar. Stelle man nun 100 Kilogramm Veggie-Wurst her, so bräuchte man etwa 70 Kilogramm Eiklar – das wären 2.174 Eier. Eine Henne legt 300 Eier pro Jahr und wird nach 15 Monaten geschlachtet, weil ihre Eierproduktion nachlässt. Somit bräuchte man für 2.174 Eier insgesamt sechs Hennen.

Da bei der Züchtung von Legehennen die männlichen Küken getötet werden, kommt man auf insgesamt zwölf Hühner, die für 100 Kilogramm Veggie-Wurst sterben müsste. Allerdings wurde diese Analyse nur auf eine Marke bezogen. Bei einigen Bio-Produkten könnte die Rechnung nicht aufgehen.

Es gibt auch die Möglichkeit auf vegane Alternativen zurückzugreifen. Bei diesen sind überhaupt keine tierischen Produkte enthalten und somit kommen dabei auch keine Tiere zu Schaden. Letzten Endes muss der Verbraucher selbst entscheiden zu welchem Produkt er im Laden greift.

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