ver.di Streik: Warnstreiks treffen Reisende am Frankfurter Flughafen

Am 09.04.2018 veröffentlicht

Reisende am Frankfurter Flughafen müssen sich am Dienstag den ganzen Tag auf Einschränkungen einstellen. In Kassel haben die Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt.

Rund 2000 Flugzeugabfertiger und Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr haben am Dienstagmorgen die Arbeit niedergelegt. Rund 660 Flüge wurden gestrichen. Mehr mehr als 90.000 Reisende sind auch derzeit noch betroffen. Für diese Woche sind weitere Streiks geplant.

Trotz der vielen Ausfälle ist von langen Schlangen oder gar Chaos am Frankfurter Flughafen nichts zu sehen - ganz im Gegenteil. Der Flugverkehr soll sich laut Flughafenbetreiber Fraport am Abend wieder normalisieren. Über die Kosten des Streiks kann der Betreiber am Dienstag noch nichts sagen.

Nordhessen auch betroffen

Auch Nordhessen ist von dem Streik betroffen. Unter anderem haben die Angestellten der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Ver- und Entsorgung, des öffentlichen Personen-Nahverkehrs und der Kindertagesstätten ihre Arbeit niedergelegt. 22 Kitas der Stadt blieben geschlossen, in 13 gab es einen Notdienst. Rund 2500 Menschen nahmen an den Demonstrationen in Kassel teil.

Die Busse und Bahnen in der Stadt standen still. Die 150.000 Passagiere, die die KVG täglich befördert, mussten sich Alternativen für ihren Weg zur Arbeit suchen. Trotz des vermehrten Autoverkehrs sei es nicht zu Behinderungen gekommen, so der Polizeisprecher. Wegen der Warnstreiks blieben auch Servicestellen von Versorgungsunternehmen sowie Schwimmbäder und Recyclinghöfe geschlossen. Bestreikt wurden zudem Pflegeheime und Krankenhäuser.

Mehr als 100.000 Angestellte sollen bundesweit streiken. Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

 

 

 

 

 

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