Prozess um vergiftete Nudelsuppe: Jetzt spricht das Opfer

Am 31.01.2020 veröffentlicht

Im Prozess um eine vergiftete Nudelsuppe hat nun eines der beiden Opfer vor dem Wiesbadener Landgericht ausgesagt. Der 63-Jährige berichtete von mehreren unerwiderten Annäherungsversuchen seitens des Angeklagten.

Der 49-jährige Angeklagte habe ihm unter anderem einmal umarmt, seine Hand berührt und die Tennistasche ungefragt hinterhergetragen, berichtet das Opfer vor dem Wiesbadener Landgericht. Außerdem meint der 63-Jährige den Angeklagten auf den Bildern der Überwachungskamera des Hauses, in dem die Tat stattfand, erkannt zu haben. "Ich wusste nach eineinhalb Sekunden, wer das ist", so das Opfer.

Angeklagter verbüßte bereits Haftstrafe

Der Angeklagte soll im Februar 2019 in das Haus der Opfer in Rüdesheim am Rhein eingedrungen sein und Gift in einen Suppentopf gekippt haben, der auf dem Herd stand. Die Suppe wurde letztlich jedoch an die Hunde verfüttert, die mit schweren Vergiftungssympthomen in die Klinik gebracht wurden. Auffällig ist, dass der Angeklagte wegen eines versuchten Giftmordes bereits mehrere Jahre in Bayern in Haft saß.

Vom Prozess berichtete Benjamin Holler

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