Verkehrsregeln bei Eis und Schnee

Am 22.01.2017 veröffentlicht

 

Viele Autofahrer kennen das: Die Scheiben sind morgens komplett zugefroren, deshalb macht man erst einmal den Motor und die Heizung an, um dann zu kratzen. Doch das ist leider verboten. Was Sie außerdem noch beachten müssen bei Eis und Schnee, verrät Ihnen Luisa Vollmert in diesem Video.

Fahrtipps bei Glatteis:

Fahren Sie im zweiten Gang an, geben Sie dabei nur wenig Gas. Bei Automatikgetrieben sollten Sie die Wahltaste „Winterprogramm“ aktivieren. Fahren Sie durchgehend in hohem Gang und lassen Sie die Kupplung langsam kommen. Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen. Wenn das Fahrzeug ins Schleudern kommt, kuppeln Sie aus und lenken Sie gefühlvoll gegen. Wenn das Lenken gar nicht mehr funktionier, muss ein Vollbremsung helfen. Treten Sie beim Bremsen mit ABS das Pedal komplett durch und treten Sie auch die Kupplung. Ohne ABS kuppeln Sie aus und betätigen Sie das Bremspedal nur dosiert. Wenn die Räder blockieren, von Bremse gehen und erneut bremsen, sobald das Fahrzeug die gewünschte Fahrtrichtung hat. Halten Sie genügend Abstand vom Fahrzeug vor Ihnen (mindestens sechs Fahrzeuglängen). Schneeketten sollten bei Autos mit Frontantrieb vorn, bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb dementsprechend hinten angebracht werden.


Wie entsteht Glatteis auf der Straße?

Bedingungen für Glatteis auf der Straße sind Regen und gefrorener Boden. Gefrierender Regen entsteht oft plötzlich, so dass Meteorologen auch häufig von Blitzeis sprechen. Der in der Höhe als Schnee fallende Niederschlag trifft auf eine wärmere Luftschicht, wird zu Regen und kühlt wiederum kurz vor dem Auftreffen auf dem Boden ab. Dort angekommen, gefriert das Wasser dann sofort. Wenn die Regentropfen schon vor Auftreffen auf dem Boden gefrieren, es sich also um Eisregen handelt, entsteht eine körnige, ungleichmäßige Eisfläche auf der Straße. Sind die Regentropfen flüssig, wenn sie auftreffen, gefrieren Sie gleichmäßig und bilden eine spiegelglatte Eisfläche – der Albtraum eines jeden Verkehrsteilnehmers. Von Eisglätte dagegen spricht man, wenn die Flüssigkeit gefriert, die bereits auf dem Boden vorhanden ist – z.B. Pfützen, Tropf- oder Schmelzwasser sowie Tau. Häufig wird sie auch gefrierende oder überfrierende Nässe genannt.
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