Viel Arbeit, wenig Geld: Physiotherapeuten am Limit

Am 15.05.2018 veröffentlicht

Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld: Dafür kämpft der Physiotherapeut Heiko Schneider. Mit einem Brandbrief an das Bundesgesundheitsministerium macht der Frankfurter seinem Ärger Luft. Am 28. Mai startet er zur Protest-Tour nach Berlin.

Früher hatte Heiko Schneider acht Mitarbeiter, heute hat er keinen mehr. Seit 13 Jahren arbeitet er freiberuflich als Physiotherapeut, jetzt steht seine Praxis im Frankfurter Stadtteil Bornheim kurz vor dem Aus. Der Grund: Das Geld reicht nicht aus. Durchschnittlich verdient ein Therapeut 2.200 Euro Brutto – viele noch weniger. Die dreijährige Ausbildung muss selbst finanziert werden.

Die Folge: Immer mehr Praxen müssen schließen, die Patienten bleiben auf der Strecke. Heiko Schneider und viele seiner Kollegen aus ganz Deutschland wollen am 28. Mai von Frankfurt bis nach Berlin radeln, um ein Zeichen zu setzen. Die Protesttour soll deutlich machen, wie prekär die Situation einer ganzen Berufsgruppe mittlerweile geworden ist.

Hier geht es zu Heiko Schneiders Brandbrief.

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