Viereinhalb Jahre nach tödlichen Schüssen: Mutmaßlicher Auftragsmörder schweigt

Am 31.07.2018 veröffentlicht

Im Januar 2014 wird Oliver F. vor seinem Büro in Frankfurt-Sachsenhausen erschossen. Der Inhaber einer Wettbüro-Kette wurde Opfer eines Auftragsmordes. Der mutmaßliche Schütze steht nun in Frankfurt vor Gericht.

Vor dem Frankfurter Landgericht muss sich nun ein heute 46-jähriger Mann aus Kroatien verantworten. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft habe der Mann drei Schüsse aus einer schallgedämpften Maschinenpistole auf den Geschäftsmann abgesetzt. Ihm wird heimtückischer Mord und Verstöße gegen das Waffenrecht vorgeworfen.

Zu Beginn des Prozesses hat der Angeklagte geschwiegen, weder äußerte er sich zu den Vorwürfen noch zu seiner Person.

Auftraggeber untergetaucht

Angeheuert wurde der Schütze von einem serbischen einstigen Geschäftspartner des Opfers. Die beiden sollen in Streit über die Wettgeschäfte gekommen sein. Nach der Tat habe sich der Mann ins Ausland abgesetzt, wo er bis heute gesucht wird.

Oliver F. führte den Online-Wettanbieter "HappyBet" und betrieb Wettbüros, zum Beispiel in der Nähe der Konstablerwache in der Frankfurter City. Er organisierte auch Charity-Veranstaltungen für kranke Kinder und konnte so Prominente zu Fußballturnieren gewinnen.

 

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