Auto rast in Faschingszug: Mehr als 50 Menschen verletzt

Am 24.02.2020 veröffentlicht

Aktualisierung vom 25. Februar 2020:
Die Zahl der Verletzten bei dem Zwischenfall mit einem Auto im nordhessischen Volkmarsen ist auf mehr als 50 gestiegen.  35 Personen befinden sich noch in stationärer Behandlung. Weitere 17 Menschen wurden demnach ambulant behandelt. Die Zahl der verletzten Kinder liege bei 18. Wie stark die Kinder verletzt sind und ob unter den Opfern auch Schwerverletzte sind, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen.

Bei einem Rosenmontagsumzug in Volkmarsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) in Nordhessen ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Laut Waldeckischer Landeszeitung befanden sich dichtgedrängt Menschen hinter einer Absperrung zwischen Steinweg und Rewe-Markt, als der Fahrer durch die Absperrung auf die Menschen zufuhr. Nach Informationen der Zeitung sind unter den Verletzten auch Kleinkinder. Die Polizei Westhessen hat auf Twitter mitgeteilt, dass alle in Hessen stattfindenen Faschingsumzüge vorsichtshalber abgebrochen werden.

Den Berichten zufolge ist die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz. Mehrere Rettungswagen seien vor Ort. Zeugen, die Videos oder Bilder gemacht haben, können diese über ein Hinweisformular des Hessischen Landeskriminalamts hochladen.

Der Fahrer wurde festgenommen. Nach Informationen der Polizei handelt es sich um einen 29-jährigen deutschen Staatsbürger aus dem nähren Umfeld. Aktuell ermittelt die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Unterstützung für Betroffene

Das Polizeipräsidium Nordhessen teilt auf Twitter mit, dass im Rathaus Volkmarsen, im Steinweg 29, ein Betroffeneninformationszentrum eingerichtet wurde. Betroffene und Angehörige erhalten dort gesicherte Informationen und Unterstützung.

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