SEK-Einsätze in Volkmarsen: Welche Motive hatte Maurice P.?

Am 25.02.2020 veröffentlicht

Nachdem Maurice P. gestern in einen Karnevalsumzug in Volkmarsen gefahren war und mindestens 50 Menschen verletzt hat, ermittelt nun die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft. Noch gestern Abend stürmte ein Sondereinsatzkommando die Wohnung des 29-jährigen Täters.

Maurice P. sein Auto soll laut Polizei mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sein Auto absichtlich in die Menge gesteuert haben. Ein Anschlag kann nach Angaben des hessischen Innenministeriums nicht ausgeschlossen werden. Der Fahrer wurde nach dem Vorfall festgenommen. Wie die Polizei bestätigte, ist er deutscher Staatsbürger, 29 Jahre alt und kommt selbst aus Volkmarsen. Nach RTL-Informationen hat das SEK am Montagabend die Wohnung des Tatverdächtigen gestürmt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat am Montag Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen. Das teilte der Sprecher der Behörde, Alexander Badle, am Montag mit. Zum Motiv könne man nichts sagen: "Wir ermitteln in alle Richtungen." Maurice P. sei zurzeit nicht vernehmungsfähig. Er war laut Ermittlern zum Zeitpunkt des Geschehens nicht alkoholisiert. Ob er unter Drogeneinfluss gestanden habe, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag. 

SEK durchsucht auch Haus der Großmutter

Am späten Montagabend rücken die Beamten vor dem Wohnhaus von Maurice P. an. Die Ermittler suchen dort nach Hinweisen. Auch das Haus der Großmutter des 29-Jährigen aus Volkmarsen wird durchsucht. Vermummte Polizisten sperrten den Ortskern in Tatortnähe ab. Welches Motiv er hatte, ist noch völlig unklar. Man weiß nur, das er die Tat absichtlich begangen hat. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge fuhr P. am Nachmittag gegen 14.45 Uhr mit hoher Geschwindigkeit in eine Personengruppe, wie die Ermittler am Abend mitteilten. Wie Augenzeuge Bernd Kreutzmann gegenüber RTL berichtet, habe der Fahrer zunächst mit einem Mercedes-Kombi die Absperrung umfahren und sei dann mit Vollgas auf die Menschenmenge zugesteuert. "Da waren viele Verletzte, vor allem Kinder, die am Bordstein die Bonbons eingesammelt haben", sagt der Rentner unter Tränen. Augenzeugen haben berichtet, der Mann sei gezielt auf Kinder zugefahren und habe noch einmal Gas gegeben. Bislang hat sich die Polizei dazu nicht geäußert.

Empfohlene Kanäle