Schüsse in Wächtersbach: Staatsanwalt: Opfer aufgrund der Hautfarbe ausgewählt

Am 23.07.2019 veröffentlicht

Am Montag ist ein 26-Jähriger in Wächtersbach im Main Kinzig-Kreis durch einen Bauchschuss schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter handelte aus "fremdenfeindlichen Motiven", sagte ein Sprecher des Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag.

"Wir gehen momentan ganz klar von einem fremdenfeindlichen Motiv aus", sagte ein Sprecher des Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag. Das Opfer sei "aufgrund seiner Hautfarbe" ausgewählt worden. Auch andere Hinweise aus der Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Täters erhärteten diese Vermutung.
Gleichzeitig wandte er sich gegen Spekulationen, dass eine "rechtsextreme oder rechtsnationalistische Gesinnung im Raum steht". "Wir haben nach derzeitigen Ermittlungen keine belastbaren validen Erkenntnisse, dass Kontakte in die rechtsnationale oder rechtsextreme Szene bestanden", sagte der Sprecher. Allerdings stünden die Ermittlungen noch ganz am Anfang.

Opfer erholt sich im Krankenhaus

Ein 55-jähriger Mann hatte am Montagmittag aus seinem Auto heraus einen 26-jährigen Eritreer niedergeschossen. Danach floh der mutmaßliche Täter. Der mutmaßliche Schütze tötete sich nach der Tat mit einem Schuss in den Kopf. Ein rechtsextremer Hintergrund des Täters könne seitens der Ermittler dagegen nicht bestätigt werden. Der mutmaßliche Schütze habe wohl gezielt nach einem Opfer gesucht. Der 26-jährige sei dann offenbar ein Zufallsopfer gewesen. Der junge Eritreer kam ins Krankenhaus, sein Zustand sei inzwischen stabil.

Bei dem deutschen Staatsangehörigen seien zwei halbautomatische Waffen gefunden worden. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden weitere Waffen sichergestellt. Alle hätten sich legal im Besitz des Mannes befunden, hieß es. Laut RTL-Informationen soll er Mitglied im Schützenverein in Wächtersbach sein.

 

 

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