Zeugenaussage weckt Verdacht: Sind an Lübckes Tod mehrere Täter beteiligt?

Seit dem Wochenende sitzt Stephan E. in Untersuchungshaft. Der 45-Jährige steht in dringendem Tatverdacht, den Regierungspräsidenten Walter Lübcke Anfang Juni vor seinem Wohnhaus in Wolfhagen (Kassel) erschossen zu haben. Jetzt vermeldet die Süddeutsche Zeitung, dass es möglicherweise mehrere Täter gegeben haben könnte.

Die SZ beruft sich auf die Aussage eines Zeugen, der in der Tatnacht zwei Autos bemerkt haben möchte, die in "aggressiver Manier" durch den Ort gefahren sein sollen. 20 Minuten zuvor will der Zeuge einen Schuss gehört haben. Es soll den Eindruck gehabt haben, als hätten sich die beiden Autofahrer verfahren. Bei einem der beiden Fahrzeuge soll es sich um einen Volkswagen Caddy gehandelt haben, Stephan E. fuhr ebenfalls einen solchen Caddy.

Bislang hatten die Sicherheitsbehörden erklärt, es gebe keine Hinweise auf weitere Mittäter oder eine terroristische Vereinigung. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte am Dienstag, ob der Tatverdächtige allein gehandelt habe oder Teil eines Netzwerks, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar.

Hintergrund:
Wir berichteten bereits ausführlich über den Tod von Lübcke. Der 65-jährige Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha entdeckt worden. Er hatte eine Schussverletzung am Kopf und starb kurz darauf. Seither ermittelte eine 50-köpfige Sonderkommission.

 

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