Hilfe für Bienen, Wespen und Co.: Wie man Insektensterben stoppen kann

Am 01.03.2019 veröffentlicht

Es blüht und brummt schon draußen auf den Wiesen. Die ersten Bienen und Hummeln sind aus dem Winterschlaf erwacht und machen Hessens Frühblüher unsicher. Allerdings ist die Zahl der Tierchen in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. Dabei kann jeder ganz leicht etwas dazu beitragen, das Insektensterben zu stoppen. Lea Wagner und Vincent Nellessen berichten. 

In den letzten 20 Jahren sind ca. 75% aller Insekten in Deutschland ausgestorben. Der Rückgang der Insekten kommt in erster Linie durch Futterverlust. In der freien Landschaft, wie auch in Gärten fehlen Blühpflanzen. Diese sind nicht nur für die Nahrung der Insekten wichtig, sondern dienen auch als Grundlage für die Bestäubung. Die Bestäubung ist wiederum die Grundlage für unsere Nahrungsmittel und somit ist es auch in unserem Interesse, den Tierchen zu helfen - und das geht einfacher als gedacht.

"Das Wichtigste ist den Garten so naturnah wie möglich zu gestalten. Das heißt, dass man Grünflächen anlegt oder dass man zum Beispiel Nistkästen oder Insektenhotels aufhängt", erklärt Biologin Ann-Katrin Müller. Besonders in den sogenannten Insektenhotels können Bienen, Wespen und Co. ungestört wohnen. Um ein solches Hotel selbst nachzubauen, benötigt man lediglich alte Konservendosen, Stroh und Bambus. Den Bambus kürzt man auf die Länge der Dose und befüllt sie dann so, dass die kleinen Tierchen hineinkriechen können. Oder man befüllt die Konserve mit Stroh und kürzt Überstehendes ab. Fertig ist das Insektenhotel.

In heißen Monaten freuen sich die Insekten auch über eine Schale mit Wasser, an der sie etwas zu trinken bekommen. Außerdem sollte auf Gift, Insektizide und Laubbläser im eigenen Garten am besten ganz verzichtet werden. Ansonsten gilt: Je abwechslungsreicher die Gartengestaltung, desto mehr Arten finden dort ein neues schönes Zuhause.

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