Sanfte Riesen: Wasserbüffel als Naturschützer

Am 17.05.2018 veröffentlicht

Eine kleine Wasserbüffelherde beweidet ein Naturschutzgebiet im Main-Kinzig-Kreis. Für landwirtschftliche Geräte wäre das Gebiet nicht zu bewirtschaften. Der Grund: Sumpfiger Boden und hohe Wasserstände.

Wenn es richtig nass und schlammig ist, fühlen sich diese haarigen Riesen am wohlsten. Im Naturschutzgebiet Weideswiesen-Oberwald bei Erlensee sind sie damit genau richtig, denn das Gebiet wird häufig überflutet. Für Landwirte ist dieses Feuchtgebiet mit herkömmlichen Geräten kaum zu bewirtschaften. Aber auch für heimische Tiere wie Rinder, Kühe und Schafe wäre das Naturschutzgebiet viel zu feucht. Die Lösung, um das Gelände trotzdem weiterhin erhalten zu können, hatte Förster Günter Hunold vor sieben Jahren: Wasserbüffel als Naturschützer, denn für die sind feuchte Grünflächen das reinste Schlaraffenland.

So grasen die Büffel den ganzen Sommer im Naturschutzgebiet, den Winter über leben sie im Vogelsberg bei einem Züchter. In diesem Jahr verzögerte sich der Umzug der sanften Riesen allerdings: Das Hochwasser auf den Wiesen stand länger als üblich.

Empfohlene Kanäle