Kontrolle auf 242 Flusskilometern: Auf Streife mit der Wasserschutzpolizei

Am 31.07.2018 veröffentlicht

Polizeihauptkommissar Alexander Lorch und sein Kollege Oberkomissar Udo Hölzel arbeiten bei der Kasseler Wasserschutzpolizei. Während ihrer Schicht rücken sie auf der Fulda Umweltsündern und anderen Kriminellen auf die Pelle.

Die beiden Polizisten haben ihre 10-Stunden-Schicht gerade erst begonnen, und schon entdeckt Alexander Lorch den ersten Müll im Wasser. Die Kommissare schauen sich den Haufen genauer an, um eventuelles Diebesgut ausfindig zu machen. In diesem Fall ist es jedoch nur ein alter, verrosteter Einkaufswagen, der die Aufmerksamkeit der beiden auf sich zieht.

"An der Fulda findet man alles. Es geht los mit einem geklauten Autoradio, über Außenbordmotoren. Wir haben zum Teil auch ganze Autos, die im Fluss versenkt wurden", berichtet Lorch aus dem Arbeitsalltag. Sogar Tresore habe das Duo bereits im Wasser gefunden.

Alkoholgrenze auch auf dem Wasser

242 Flusskilometer stehen unter der Kontrolle der Kasseler Wasserschutzpolizei. Auf dieser Strecke nehmen die Beamten auch immer wieder andere Schiffe unter die Lupe. Nur Fahrzeuge mit gültiger Zulassung und der vorgeschriebenen Ausrüstung dürfen auf dem Wasser verkehren. Neben der Tauglichkeit der Schiffe überprüfen die Beiden auch die der Fahrer- Stichwort Alkohol.

"Bei uns gilt die 0,5 Promille Grenze für alle Fahrzeuge. Das heißt der Ruderbootfahrer, also der Paddelbootfahrer, muss sich an die Promillegrenze halten. Das gilt besonders für den Schiffsführer, der auf dem Boot verantwortlich ist. Es gilt aber auch für die Besatzung", erklärt Lorch, der seit über 30 Jahren für die Polizei auf dem Wasser unterwegs ist.

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