Das sagt eine neue Studie: Fast alle Kinder und Jugendliche tragen Weichmacher im Körper

Am 17.09.2019 veröffentlicht

Sogenannte "Weichmacher" sorgen dafür, dass Plastik biegsam und weich gemacht werden. Oft verwendet werden sie in Lebensmittelverpackungen, Kabeln, Kosmetika und eben auch in Kinderspielzeug. Eine bislang noch nicht veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes und des Robert-Koch-Instituts mit 2.500 Teilnehmern zeigt nun, dass fast alle Kinder und Jugendliche Inhaltsstoffe von Plastik in sich tragen.

Bei den Weichmachern handelt es sich um chemische Verbindungen, die sich aus dem Kunststoff auch wieder lösen können. Kinder nehmen nicht zuletzt deswegen mehr Weichmacher auf, weil sie Plastik oft in den Mund nehmen.

Sind Weichmacher gefährlich?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (kurz: BfR) hat im Jahre 2013 ein mögliches gesundheitliches Risiko für Verbraucher untersucht. Das Ergebnis: Verbraucher nehmen DEHP (einen der wichtigsten Weichmacher) hauptsächlich oral auf. Die Hauptaufnahmequelle seien Lebensmittel. Die Mengen seien in der Regel aber so gering, dass kein Gesundheitsrisiko besteht.

Kinder sind stärker gefährdet, da sie eher dazu neigen, viele Dinge in den Mund zu nehmen. Untersuchungen im Rahmen einer älteren Studie des Umweltbundesamtes haben gezeigt, dass bei 1,5 Prozent der untersuchten Kinder die Konzentration so hoch war, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht "mit ausreichender Sicherheit" auszuschließen war.

Mehr Informationen zu Weichmachern gibt es auf der Homepage des Umweltbundesamtes.

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