Lesen ist wichtig: Welttag des Buches mit Nele Neuhaus

Am 23.04.2019 veröffentlicht

Am 23. April ist Welttag des Buches. Ein Tag, der immer wichtiger wird, denn lesen liegt nicht gerade im Trend. Die Zahlen erschrecken: Jedes fünfte Kind verlässt die Grundschule, ohne richtig lesen zu können.

Einmal im Jahr dreht sich alles rund um das Thema Bücher und Lesen. Und das ist laut den Ergebnissen der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu) auch dringend nötig. Denn: Ein Fünftel der Grundschulkinder können nicht richtig lesen. Deshalb gibt es am heutigen Tag des Buches unzählige Projekte zur schulischen Leseförderung, die den Kindern die Freude am Lesen zurückbringen sollen.

E-Book oder normales Buch?

Die Begeisterung am Lesen schwindet und damit auch die Vorliebe für Bücher. Bücher fallen in der Konkurrenz zum E-Book immer weiter zurück. Unser Psychologe Joachim E. Lask erklärt, warum Bücher aber doch nie ganz verschwinden werden und so viele in ihren Bann ziehen. Zunächst stellt er fest, dass das Erfolgserlebnis bei Büchern viel größer ist. Man sieht Millimeter für Millimeter, wie viel man bereits geschafft hat. Außerdem spielt die Habtik natürlich eine große Rolle. Bücher riechen, Bücher haben unterschiedliches Papier und Bücher stellt man sich in das Regal, um sie anderen zu zeigen. Das Alles kann ein E-Book nicht, so der Experte. Dem stimmt auch Autorin Nele Neuhaus zu. Sie hat zwar auch ein E-Book, da es für den Urlaub praktisch ist.

Auf normale Bücher im Allgemeinen will sie aber nicht verzichten. "Es ist wichtig, dass Menschen überhaupt lesen. Ob das jetzt zwischen Buchdeckeln ist oder ob das auf dem Reader ist, spielt eigentlich letztendlich keine Rolle. Hauptsache der Mensch bleibt dem Lesen verbunden." Diese Meinung teilt auch der Psychologe: Lesen fördert die Sprachfähigkeit und hilft uns, in andere Perspektiven hineinzuversetzten - egal ob jung oder alt.

Im Video von Reporter Benjamin Holler schildern Frankfurter, wie oft sie zum Buch greifen.

 

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