Wespen-Jahr 2018: Mit dem Schädlingsbekämpfer auf Tour

Am 15.08.2018 veröffentlicht

Draußen zu essen macht zur Zeit wirklich keinen Spaß: Überall schwirren Wespen. Schuld ist der milde Frühling, der in Hessen zu einer wahren Wespen-Plage führte. Einer der wenigen, der sich darüber freuen kann, ist Schädlingsbekämpfer Mario Silvestri. Unsere Reporter haben ihn einen Tag lang begleitet.

Mario Silvestri hetzt momentan von einem Termin zum nächsten: Der 52-Jährige ist von Beruf Schädlingsbekämpfer, und die Wespen-Plage der letzten Wochen macht ihm ganz schön zu schaffen. "Aktuell rücke ich bis zu 20 Mal pro Tag aus", erzählt er vor unserer Kamera.

Niemals selbst Hand anlegen

Mit Schutzanzug und Spritzpistole geht Silvestri gegen die Wespen und ihre Nester vor. Rund 130 Euro verlangt er für seine Arbeit. Sobald man zum Beispiel an seinem Haus ein Wespennest entdeckt, hat der Schädlingsbekämpfer einen wichtigen Rat: "Niemals selbst Hand anlegen, sondern immer einen Profi zur Hilfe holen." Der Stich einer Wespe kann nämlich unschöne Folgen haben, von schmerzhaften Schwellungen bis hin zu allergischen Reaktionen. Notfallmedikamente in Apotheken sind derzeit knapp, Mediziner raten aber, einen elektrischen Stichheiler im Haus zu haben. Rund 10 Euro kostet so ein Gerät. Außerdem stehen Wespen unter Naturschutz, das Töten kann bis 5.000 Euro Strafe kosten.

Was wirklich gegen Wespen hilft:

  • mit Wasser besprühen
  • Kaffeesatz verbrennen
  • Haare zusammenbinden (wehende Haare machen Wespen aggressiv)

Was Sie auf keinen Fall tun sollten:

  • wild um sich schlagen
  • Wespen anpusten
  • süße Parfüms auftragen

Was Sie bestimmt noch nicht wussten: Dunkle Haare machen Wespen aggressiver als helle. Im Zweifel also einfach zur Haartönung greifen.

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