Alkohol in der Schwangerschaft: Kampagne warnt vor den Folgen

Am 28.11.2018 veröffentlicht

Schon geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft können bei Ungeborenen körperliche und geistige Behinderungen verursachen. Experten sprechen dann vom Fetalen Alkoholsyndrom "FAS". Jetzt will die Journalistin Dagmar Elsen mit ihrer Kampagne "Happy Baby no Alcohol" aufklären. Unser Reporter Michael van Alst hat mit ihr und einer Betroffenen gesprochen.

"In den meisten FAS-Fällen ist der Frontalcortex des Gehirns betroffen", sagt Psychologin Anabel Galster aus Weilrod, "der ist zuständig für das Planen, Handeln, Denken und auch für die Impulskontrolle. "Fähigkeiten, die wichtig für die Bewältigung des Alltags sind. Auch geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft könnten Kinder im Mutterleib schädigen, "wir können nicht sagen, ob es der Schluck Sekt oder der Vollrausch ist."  

"Jedes Jahr werden 10.000 Kinder mit FAS geboren, es gibt keine Aufklärung, die Menschen wissen nicht wo sie sich hinwenden sollen", sagt die Journalistin Dagmar Elsen aus Oberursel. Sowohl Schulen, als auch Jugendämter seien im Umgang mit FAS-Betroffenen oft überfordert. Besonders in Hessen gebe es noch eine Menge Nachholarbeit zu leisten. Mit der Kampagne "Happy Baby No Alcohol" will Dagmar Elsen helfen.

Ziel ist, das Fetale Alkoholsyndrom bekannter zu machen und eine bessere Versorgung der Betroffenen zu ermöglichen. Moderatoren, Ärzte und Blogger unterstützen die Kampagne bereits als Botschafter. Wenn auch Sie helfen möchten, können Sie spenden oder die Kampagne mit dem Kauf eines Shirts unterstützen.

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