80. Jahrestag der Pogromnacht: "In Hessen darf kein Platz sein für Ausgrenzung"

Am 09.11.2018 veröffentlicht

80 Jahre ist es her, dass die Nationalsozialisten in Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand setzten und jüdische Bürger verschleppten und ermorderten. Auch Hessen war Ort des Geschehens. Heute erinnerten Politiker an die Pogromnacht.

Im Landtag in Wiesbaden hat sich Ministerpräsident Volker Bouffier heute für Toleranz und gegen Antisemitismus ausgesprochen. Der Tiefpunkt der deutschen Geschichte dürfe sich nicht wiederholen, sagt Bouffier. "In Hessen darf kein Platz sein für Hass und Gewalt. In Hessen darf auch kein Platz sein für Ausgrezung. In Hessen ist Platz für demokratischen Diskurs. Ja, auch für Streit, aber es muss schon klar sein, wo die Grenze verläuft zwischen dem, was legitimer, politischer Meinungskampf ist und was Diffarmierung und Ausgrenzung ist."

In Hessen kam es vor 80 Jahren besonders früh zu Ausschreitungen. Am 8.November 1938 zündeten Nationalsozialisten die Synagoge in Bad Hersfeld an. Angriffe auf jüdische Gotteshäuser und Geschäfte gab es auch in Fulda, Witzenhausen, Herborn, Melsungen, Darmstadt und Frankfurt.

 

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