Von Protesten begleitet: AfD startet Wahlkampf in Wiesbaden

Am 20.08.2018 veröffentlicht

Die AfD hat am Wochenende in Wiesbaden ihren Wahlkampf gestartet. Die Rechtspopulisten haben sich vorgenommen, nach der Wahl im Oktober einen festen Platz im hessischen Landtag zu besetzen. Doch dagegen formiert sich Protest: Rund 1.600 Menschen waren nach Wiesbaden gekommen, um gegen den AfD-Einzug zu protestieren.

Es ist ein Wahlkampf, der polarisiert: Die AfD hat sich fest vorgenommen, nach der Landtagswahl im Oktober in Hessen mitzuregieren. Unterstützung für den Spitzenkandidaten Rainer Rahn gab es von der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch, die in Wiesbaden ebenfalls ans Podium trat. Umfragen zufolge liegt die AfD aktuell bei 15 Prozent und würde damit den sicheren Sprung ins hessische Parlament schaffen.

"Die AfD vergiftet das gesellschaftliche Klima"

Unter dem Motto "Keine AfD in den Landtag" versammelten sich rund 1.600 friedliche Demonstranten vor dem Veranstaltungsgebäude der AfD in Wiesbaden. Mehrere Parteien, darunter auch Grüne und Linke, und verschiedene Organisationen hatten zu dem Protest aufgerufen. Janine Wissler, Spitzenkandidatin der Linken: "Die AfD vergiftet das gesellschaftliche Klima, indem sie Hass gegen Minderheiten schürt und offen rassistisch und nationalistisch ist." Tarek Al-Wazir, Spitzenkandidat der Grünen, will die politischen Differenzen auf der politischen Bühne austragen: "Wir brauchen auch die inhaltliche Auseinandersetzung. Ich bin bereit, mit der AfD zu diskutieren um sie in der Sache zu stellen und zu demaskieren. Das gehört dazu, eine Demonstration wie diese hier ist nur ein kleiner Teil." 

Bei der Landtagswahl am 28. Oktober wird sich zeigen, ob es die AfD 2018 zum ersten Mal ins hessische Parlament schaffen wird.

Empfohlene Kanäle