Prozess in Wiesbaden: Hat Ali B. eine 11-Jährige vergewaltigt?

Am 19.03.2019 veröffentlicht

Ali B. und Mansoor Q. sitzen gemeinsam auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-jährigen Ali B. vor, ein elf Jahre alte Mädchen Ende April 2018 in sein Zimmer in einer Wiesbadener Asylunterkunft gelockt und dort zum Sex gezwungen zu haben. Etwa einen Monat später sollen der irakische Flüchtling und der Mitangeklagte Mansoor Q. das Mädchen nacheinander in der Nähe eines Supermarkt-Parkplatzes vergewaltigt haben.

Das Mädchen war bei dem Prozess nicht anwesend.

"Es ist ein Kind und sie ist schwersttraumatisiert, sie wird nicht in der Lage sein auszusagen". erläutert Barbara Sauer-Kopic, die Anwältin der Opferfamilie. Da es sich bei Mansoor Q. um einen Jugendlichen handelt, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14-Jahre alt ist, wurde die Öffentlichkeit am Wiesbadener Landericht nach etwa einer Stunde ausgeschlossen. Mansoor Q. war es übrigens, der den Behörden den entscheidenden Tipp gab, dass Ali B. Susanna F. umgebracht und die Leiche des Mädchens vergraben hatte. 

Ob Mansoor Q. verurteilt wird ist fraglich, laut seinen Anwälten soll er zum Tatzeitpunkt noch nicht strafmündig gewesen sein. Nach der Verhandlung sagte der Verteidiger des Afghanen, Michael Harschneck, Ali B. habe sich zur Person geäußert, der Mitangeklagte habe keine Aussage gemacht. Dabei werde es auch bleiben. Weitere Informationen zum Prozess, erfahren Sie im Videobeitrag von Andreas Schopf.

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