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Acht Monate nach Verhaftung: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes gegen Ali B.

Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Ali B.,  den mutmaßlichen Mörder der 14-jährigen Susanna aus Mainz, erhoben. Dem 21-Jährigen wird vorgeworfen, die Schülerin vergewaltigt und ermordet zu haben. Das teilte die Ermittlungsbehörde am Donnerstag mit.

Als Mordmerkmale wertet die Staatsanwaltschaft Heimtücke und die Absicht, mit der Tötung eine Vergewaltigung zu verdecken. Ali B. soll nach der Anklageschrift Susanna in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft am Rand einer Wiese in der Nacht mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Als die Schülerin danach gedroht habe, zur Polizei zu gehen, habe er sie von hinten mit seinem Arm erwürgt. Um die Tat zur vertuschen, habe er mit einer weiteren Person ein Erdloch ausgehoben und die Leiche hineingelegt. Das Loch sei etwa 35 Zentimeter tief, ein Meter breit und rund 1,80 Meter lang gewesen und anschließend mit Erde und Ästen bedeckt worden.

Hintergrund: Der in Untersuchungshaft sitzende irakischen Flüchtling Ali B. hatte im Juni in einer 6-stündigen Vernehmung vor dem Wiesbadener Amtsgericht gestanden, Susanna in der Nacht zum 23. Mai 2018 getötet zu haben. Die Leiche wurde am 6. Juni in Wiesbaden-Erbenheim gefunden.

 

 

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