Ressourcen schonen und Zeit sparen: Wiesbadener Fairtrade-Laden will Kupfergeld abschaffen

Am 18.02.2019 veröffentlicht

In kaum einem Land ist das Bezahlen mit Bargeld noch so beliebt wie in Deutschland. Immerhin werden bei drei von vier Einkäufen Scheine und Münzen bevorzugt. Aber vielen Einzelhändlern, auch dem Fairtrade Laden Contigo in Wiesbaden, wäre es lieber, wenn die Kunden bargeldlos zahlen würden. Andrea Sellmann und Pierre Hattenbach haben nachgefragt.

Janine Pollak vom Wiesbadener Fairtrade-Laden "Contigo" würde Kupfergeld am liebsten abschaffen. "Ohne die Münzen geht es abends beim Zählen einfach schneller, außerdem können wir so die Ressourcen schonen", erzählt sie uns im Interview. Der Hintergrund: Wenn Cent-Münzen abgeschafft würden, müsste auch weniger Kupfer abgebaut werden. Dafür unterstützt "Contigo" auch eine Petition.

Ein weiteres Argument der Kleingeld-Gegner ist die Zeitersparnis. Denn wer stand nicht schon genervt an der Kasse, während der Vordermann eine Ewigkeit in seiner Geldbörse nach den passenden Münzen gesucht hat? Eine aktuelle Studie unter Beteiligung der Bundesbank in Frankfurt zeigt aber, dass das im Schnitt nicht stimmt: 22 Sekunden dauert es, mit Bargeld zu bezahlen – also sieben Sekunden schneller als mit Karte und Pin und 17 Sekunden schneller als bei einer Bezahlung mit Unterschrift.

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