Reizthema Rente: Die häufigsten Fragen und Antworten zur Altersvorsorge

Am 29.10.2019 veröffentlicht

Ein viel diskutiertes Thema und doch haben die meisten keine Ahnung davon: Bei dem Wort "Rente" schalten vor allem junge Leute ab und kümmern sich selten um ihre Altersvorsorge. Aber wie steht es wirklich um unsere Rente? Wir haben ein paar Tipps & Tricks für Sie zusammengefasst.

Wann setzt die Regelaltersrente ein? 
Wann genau Sie in Rente gehen können, ist von Ihrem Geburtsjahr abhängig. Versicherte, die nach 1964 geboren wurden, gehen im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand. Wer vor diesem Jahr geboren wurde, geht zwischen 65 und 67 Jahren in Rente. Seit 2012 gilt eine stufenweise Anhebung der Altersgrenze. Der Gesetzgeber sieht eine Anhebung für die Jahrgänge ab 1947 in Ein-Monats-Schritten vor, ab 2024 gelten bei der Anpassung Zwei-Monats-Schritte. Entscheiden Sie sich für einen früheren Rentenbeginn, werden Abschläge berechnet.

Wann muss die Altersrente beantragt werden?
Die Deutsche Rentenversicherung rät, etwa drei Monate vor dem geplanten Rentenbeginn einen Rentenantrag zu stellen. Idealerweise prüfen Sie Ihren Versicherungsverlauf vorher, um noch fehlende Unterlagen einzureichen und das Rentenkonto zu klären. Im Alter von 43 Jahren erhält jeder Rentenversicherte automatisch eine Aufforderung zur Kontoklärung.
Tipp: Bedenken Sie, dass es im Laufe der Zeit schwieriger wird, fehlende Nachweise zu erhalten – eine rechtzeitige Kontoklärung ist also sehr zu empfehlen.

Wie hoch fällt die Versorgungslücke aus?
Wie hoch die Versorgungslücke ausfällt, hängt von den Einnahmen und den Ausgaben während des Ruhestands ab. Fixe Kosten für Miete, Haushalt etc. fallen wie gewohnt weiter an. Auf der anderen Seite sinken jedoch die Einnahmen, denn die gesetzliche Rente fällt in der Regel deutlich geringer als das letzte Nettoeinkommen aus. Eine Faustformel besagt, dass Sie zum Erhalt des Lebensstandards rund 90 % Ihres letzten Nettoeinkommens benötigen. 

Wie fördert der Staat eine private Altersvorsorge?
Wenn Sie bestimmte Mindestbeträge in einen Riester-Vertrag einzahlen, fördert der Staat Ihre private Vorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen. Mit einer betrieblichen Altersvorsorge sparen Sie bei Steuern und Sozialabgaben und profitieren von deutlichen Vorteilen. Als Selbstständiger bietet Ihnen die flexible Rürup-Rente eine Minderung Ihrer Steuerlast.

Je früher sich auch junge Menschen damit befassen und sich absichern, desto einfacher wird es im hohen Alter - natürlich spielt auch die Politik eine große Rolle dabei. Durch die Mini-Jobs, die vor paar Jahren eingeführt wurden, rutschen immer mehr in die Altersarmut. Um dagegen zu steuern, sollte es eine "Mindestrente" geben, die das Leben im höheren Alter vereinfacht.

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