Enana Naser aus Syrien: Hochbegabte Schülerin aus Wiesbaden unter Hessens Top-Jungforschern

Am 19.02.2019 veröffentlicht

Vor dreieinhalb Jahren konnte Enana noch kein Wort Deutsch. Heute besucht die gebürtige Syrerin das Gutenberggymnasium in Wiesbaden und zählt zu den Top-Jungforschern in Hessen.

Enana Naser ist eine von 16 ausgewählten jungen Leuten, die beim sogenannten Erfinderlabor in Rüsselsheim eine Woche lang zum Thema Elektromobilität und Brennstoffzellen forschen. Der einwöchige Workshop wird seit 14 Jahren vom Zentrum für Chemie mit Sitz in Bensheim organisiert. Gemeinsam mit anderen Tüftlern entwickelte und baute die 17-Jährige einen Bus für den emissionarmen, öffentlichen Nahverkehr.

Das ist eine echte Leistung, denn Enana kam erst vor dreieinhalb Jahren nach Deutschland. Sie flüchtete mit ihrer Familie aus ihrem Heimatdorf in der Nähe von Al Hamam in Syrien, wo sie den Krieg hautnah miterleben musste. Trotz dieser Erfahrungen und den kulturellen Unterschieden in ihrer neuen Heimat Deutschland, verlor die Hochbegabte nie ihren Ehrgeiz und ging ihrer Leidenschaft für Naturwissenschaften weiter nach. 

"Physik macht mir Spaß. Es ist ein logisches Fach und ich hab ein gutes Verständnis für die Physik!", sagt Enana. Auch wenn die 17-Jährige gerne technische Problem löst, will sie nach der Schule Medizin studieren und wie ihre Eltern an einer Klink arbeiten. 

 

 

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