Kriminalstatistik: Aufklärung mit Rekordquote

Am 17.02.2020 veröffentlicht

Hessens Kriminelle in Hessen haben immer weniger Chancen: Die Zahl der Straftaten ist auch 2019 weiter zurückgegangen. Das Bundesland hatte auch in den vergangenen Jahren bereits am drittwenigsten Straftaten pro 100.000 Einwohner zu vermelden - hinter Bayern und Baden-Württemberg.

Gemeinsam mit Landespolizeipräsident Udo Münch und der Präsidentin des Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) in der Kriminalstatistik die Entwicklung der Aufklärungsquote der Polizei im vergangenen Jahr vorgestellt.

Unser Reporter Michael van Alst hat die neusten Informationen in seinem Videobeitrag für Sie zusammengestellt. Im Anschluss sehen Sie Jens Mohrherr von der Gewerkschaft der Polizei im Talk mit unserer Moderatorin Tina Mattick

Hessens Polizei im Aufwärtstrend

2019 gab es in Hessen 364.833 registrierte Straftaten. Das ist die niedrigste Zahl seit 1980. 65,2 Prozent der Straftaten wurden dabei  aufgeklärt. Das war der höchste Stand seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 1971. Den Rückgang der Straftaten erklärt sich Innenminister Beuth auch mit der verstärkten Präsenz der Polizeibeamten, was zusätzlich das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärke. 

Mehr politisch und religiös motivierte Straftaten

Während die Wohnungseinbruchdiebstähle, die Straßenkriminalität sowie Allgemeinkriminalität von Zuwanderern zurückgingen, gab es jedoch deutlich mehr politisch motivierte Vorfälle in Hessen. Vor allem die Zahl der Taten aus dem rechtsradikalen Bereich ist angestiegen - um 52 Prozent auf 917 Fälle. In den Bereich fällt auch der Mord am Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke in die Statistik. Die Bundesanwaltschaft geht hier von einem rechtsextremen Hintergrund ausgeht. Auch religiös motivierte Straftaten haben zugenommen: von 30 im Jahr 2018 auf 42 Fälle. Bei 20 Straftaten wird dabei ein terroristischer Hintergrund vermutet (2018: 15).

 

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