Digitaler Nachwuchs: Tablets für Wiesbadens Kitas

Am 12.11.2019 veröffentlicht

An Smartphone, Tablet & Co. kommt heute niemand mehr vorbei. Auch Kinder sollten daher möglichst früh Medienkompetenzen vermittelt bekommen, damit sie sich im Internet sicher zurechtfinden können. Die Stadt Wiesbaden hat jetzt insgesamt 80 Tablets an 18 Kindertagesstätten übergeben. Doch wie früh ist zu früh?

"Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit, diese Medien-Arbeit in einem geschützten Rahmen zu erfahren", verteidigt Kitaleiterin Simone Streiter die neuen Lieblingsspielzeuge. Und auch der Wiesbadener Sozialdezernent Christoph Manjura hält sie für unverzichtbar: "Wir kommen an diesen digitalen Endgeräten nicht mehr drum herum. Die Kinder vor allem auch nicht, die wachsen damit selbstverständlich auf. Und dann ist es sinnvoll zu zeigen, was man damit erzieherisch alles tun kann."

Doch moderne Technik für Kinder stößt nicht nur auf Begeisterung: Viele Kritiker halten diese Förderung bei Kleinkindern für zu früh. Auch Ariadne Sartorius steht als Kinder-Psychotherapeutin den neuen Medien kritisch gegenüber: "Ich denke nicht, dass es notwendig ist, bereits im Kindergartenalter die Kinder auf die Digitalisierung vorzubereiten. Das kann durchaus später kommen. Im Kindergartenalter stehen andere Entwicklungsaufgaben im Vordergrund."

Wie zwei Wiesbadener Kitas ihre iPads in den Alltag der Kinder einbinden: Im Video von Giulia Asbeck.

 

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