Kriminalstatistik: Weniger Straftaten und bessere Aufklärung in Hessen

Am 14.02.2019 veröffentlicht

Die Zahl der Straftaten ist in Hessen im Jahr 2018 erneut gesunken. Bei der Bekämpfung von Verbrechen werden die Zahlen in Hessen immer besser. Bei den einzelnen Delikten gibt es aber unterschiedliche Entwicklungen.

Die Zahl der Straftaten ist in Hessen 2018 erneut gesunken und auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1980 gefallen. Die Aufklärungsquote von Verbrechen wurde nochmals verbessert und erreichte den höchsten Stand seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 1971.

Innenminister Beuth: "Hessen ist ein sehr sicheres Land"

Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, sei so gering wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die Zahlen belegten, dass Hessen ein sehr sicheres Land sei, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden bei der Präsentation der Statistik. 372 798 Straftaten wurden im vergangenen Jahr insgesamt in Hessen registriert und damit 2834 Fälle weniger als im Jahr zuvor (minus 0,8 Prozent). 64,2 Prozent der Straftaten seien aufgeklärt worden (2017: 62,8 Prozent). Der Innenminister verwies auf die zusätzlichen Stellen bei der Polizei, um für noch mehr Sicherheit im Land zu sorgen. Alleine in den Jahren 2019 und 2020 werden rund 900 zusätzlichen Polizeivollzugsbeamte fertig ausgebildet sein.

Unterschiedliche Entwicklungen bei verschiedenen Delikten

Vor allem bei den Wohnungseinbruchsdelikten gab es den Angaben zufolge eine positive Entwicklung. Die Zahl der Delikte sei im Jahresvergleich um fast zehn Prozent zurückgegangen. Auch die Jugendkriminalität nahm deutlich um 13 Prozent ab. Die Straßenkriminalität, zu der etwa Taschendiebstahl, Sachbeschädigung und Körperverletzung zählen, verringerte sich nach der Polizeilichen Kriminalstatistik um über sieben Prozent im Jahresvergleich. Bei der allgemeinen Kriminalität von Zuwanderern erhöhten sich die Fallzahlen den Angaben zufolge leicht. Schwerpunkte seien dabei Vermögens- und Fälschungsdelikte gewesen. Zudem seien mehr Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert worden. Bei den Straftaten gegen Asylunterkünfte habe es einen Anstieg von sieben auf zehn Fälle im Jahresvergleich gegeben. Diese Delikte seien alle politisch motiviert gewesen.

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