Hass im Netz: Debatte nach Halle-Anschlag

Am 30.10.2019 veröffentlicht

Ein Neonazi hat vor drei Wochen versucht eine Gruppe Juden zu erschießen - an ihrem höchsten Feiertag. Ein Anschlag, der ganz Deutschland erschütterte. Der darauffolgende Hass im Netz machte deutlich: Antisemitismus scheint noch immer fest in unserer Gesellschaft verankert zu sein. Im Landtag in Wiesbaden wurde am Mittwoch an die Tat von Halle erinnert - mit einer klaren Botschaft.

CDU und Grüne haben die Sitzung gemeinsam mit SPD und FDP beantragt. Sie fordern eine Haltung gegen Hass, Hetze und Gewalt von jedem einzelnen. "Es ist an uns allen, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken und zukünftig noch mehr in den Mittelpunkt unseres Wirkens zu rücken. Extremismus und Populismus bedrohen diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt und gefährden damit auch unsere Demokratie an sich und die mit ihr verbundenen Werte. Dem treten wir mit aller Vehemenz gemeinsam entgegen", betont CDU-Landtagsfraktions-Vorsitzender Michael Boddenberg.

Die Übergriffe auf Juden haben sich vergangenes Jahr nahezu verdoppelt - auf knapp 70 Fälle. "Jüdinnen und Juden müssen sicher sein in unserem gemeinsamen Land und hierfür müssen wir alle gemeinsam Sorge tragen. Es ist erschütternd, wenn Menschen jüdischen Glaubens - wieder - Deutschland verlassen, weil sie sich nicht sicher fühlen", so FDP-Fraktionsvorsitzender René Rock.

Im Videobeitrag von Benjamin Holler hören Sie weitere Stimmen zum Halle-Anschlag.

 

 

 

 

 

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