Erste Gespräche bahnen sich an: Tag 2 nach der Hessenwahl

Am 30.10.2018 veröffentlicht

Im Landtag herrscht die Ruhe nach dem Sturm. Zwei Tage nach der dramatischen Landtagswahl in Wiesbaden treffen sich die Parteien in ihren Fraktionsräumen. Sie analysieren hinter verschlossenen Türen, wie es weitergehen soll mit der hessischen Politik – doch wer regiert die Hessen der nächsten Legislaturperiode?

Es bahnen sich die ersten Sondierungsgespräche über eine hessische Regierung an. CDU und FDP treffen sich am Donnerstag zu einem Meinungsaustausch. Auch die SPD wurde von den Christdemokraten für ein Gespräch in dieser Woche eingeladen. Die Grünen gingen als großer Wahlsieger hervor. Sie wären bereit, über eine Fortsetzung des schwarz-grünen Bündnisses zu verhandeln. Sie wollen künftig mehr eigene Akzente setzen.

SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hat angedeutet, dass er sich eine Ampel-Koalition unter einem Grünen-Ministerpräsidenten vorstellen könnte. Die FDP hat deutlich betont, dass sie - im Falle eines Bündnisses - nicht unter der Führung der Grünen arbeiten wollen.

Grüne könnten Ministerpräsidenten stellen

Die SPD war bei der Hessen-Wahl auf dem historischen Tiefstand von 19,8 Prozent abgerutscht. Die Grünen erzielten ebenfalls 19,8 Prozent, haben jedoch 94 Stimmen Vorsprung vor den Sozialdemokraten. Somit könnte die Partei in einem Bündnis mit SPD und FDP den Regierungschef stellen. In einer nicht öffentlichen Sitzung des Parteivorstands wollen die Grünen am Dienstagabend über ihr weiteres Vorgehen beraten. In den kommenden Wochen klärt sich, wer Hessen künftig regieren wird.

Im Video von Politik-Reporter Benjamin Holler erklärt FDP-Fraktionschef René Rock, warum er nicht mit Jamaica rechnet.

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