BKA warnt: Hacker knacken Smart-Homes

Am 12.11.2019 veröffentlicht

Die Cyberkriminalität nimmt zu. Das hat das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mitgeteilt. Demnach stieg die Zahl der Fälle 2018 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Prozent auf rund 87.100.

Zur Cyberkriminalität zählen unter anderem Computerbetrug, Hacker-Attacken auf Unternehmen und Datendiebstahl. "Die steigende Zahl digitaler Geräte bietet Cyberkriminellen immer neue potenzielle Ziele", teilt das BKA mit.

Vizepräsident Peter Henzler kündigte an, dass die Cyberkriminalität vom April 2020 an mit einer eigenständigen neuen Abteilung bekämpft werden soll. Auch sogenannte kritische Infrastrukturen würden immer wieder Ziel von Cyberkriminellen, sagte Henzler. Dazu zählen alle Einrichtungen, deren Ausfall erhebliche Folgen etwa für die Sicherheit oder die Versorgung der Menschen hätte. Als Beispiel nannte Henzler Stromversorger und die Bahn.

Gefahr Smart-Home

Der technische Fortschritt im Haushalt mit fernsteuerbaren Rollläden oder Waschmaschinen werden über den Internet-Router mehr und mehr zum Einfallstor für Hacker, um in das persönliche Computer-Netzwerk vorzudringen. „In dem Moment, wo ich das System verwenden kann, um in ihr Home-Netz rein zu kommen, dann kann ich von da aus ihre Systeme angreifen, vielleicht mal wenn ich auf ihrem Rechner bin, eine Banküberweisung versuchen abzugreifen", sagt Computer-Experte Hans Höfken von der FH Aachen.

Im Video von Cord Eickhoff werden weitere Beispiele genannt, bei denen Hacker Zugang zu privaten Netzwerken bekommen können.

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