Erhöhtes Gewaltpotenzial: Mehr Übergriffe auf Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte

Am 27.08.2020 veröffentlicht

Beschäftigte im Öffentlichen Dienst werden täglich beschimpft, bedroht oder sogar körperlich angegriffen. Feuerwehrleute, Polizisten oder Rettungsdienste erfahren immer mehr Gewalt, aber warum ist das so und wie kann man dagegen vorgehen? Darum ging es heute in einem Ausschuss im Landtag in Wiesbaden. Andreas Schopf und Frank Caspers berichten im Videobeitrag.

Am Frankfurter Opernplatz ist Polizeibeamten kürzlich erst blanker Hass entgegengeschlagen. In Dietzenbach wurden Feuerwehrmänner mit einem Steinhagel empfangen, als die zum Löschen anrückten. Egal ob Politiker, Polizisten, Rettungskräfte, oder Behördenmitarbeiter – die Fälle von Gewalt ihnen gegenüber häufen sich, so das Ergebnis einer Studie der Uni Giessen – 2.200 Landesbedienstete wurden zu ihren Gewalterfahrungen befragt.

Jobcenter-Mitarbeiter besonders betroffen

Auftraggeber der Studie ist der Deutsche Beamtenbund Hessen. Dieser stellt auch vermehrt Übergriffe in Jobcentern fest. 15 Prozent der Mitarbeiter hier haben mindestens eine Gewalterfahrung gemacht. Gerichtsvollzieher sind besonders oft betroffen. 90 Prozent der Befragten sind schon einmal bedroht worden, 57 Prozent haben einen tätlichen Angriff erlebt. Innen- und Hauptausschuss verschafften sich ein Bild der Gewalt und Bedrohungslage, um schließlich hieraus, im besten Falle wirkungsvolle Gegenmassnahmen zu entwickeln.

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