Gift in der Nudelsuppe: Mordversuch aus verschmähter Liebe?

Am 27.01.2020 veröffentlicht

Mit einer Nudelsuppe soll ein 49-Jähriger versucht haben, seinen Tenniskameraden zu vergiften. Ab heute steht der Täter vor dem Wiesbadener Landgericht. RTL Hessen-Reporter Benjamin Holler berichtet vom Prozess.

Laut Staatsanwaltschaft drang der Angeklagte im Febraur 2019 in das Haus des Sportkameraden in Rüdesheim am Rhein ein und habe Gift in die Suppe, die auf dem Herd stand, gekippt. Angeblich sei der Angeklagte in den Vereinskollegen verliebt gewesen sein, dieser jedoch sei mit einer Frau verheiratet und habe auf die Gefühle nicht reagiert.

Vergiftete Suppe ging an die Hunde

Das Ehepaar hatte die Suppe an seine Hunde verfüttert. Trotz schwerer Vergiftungssymptome überlebten die beiden Tiere. Bei der Untersuchung der eigefrorenen Suppenreste fand die Polizei Spuren des Gifts der Pflanze Blauer Eisenhut.

Angeklagter hat bereits eine Gefängnisstrafe hinter sich

Der 49-jährige Täter hatte 2001 schon einmal versucht, jemanden zu vergiften. In dem vergangenen Fall waren es die Eltern seiner damaligen Freundin - und das Gift war Arsen. Er wurde damals vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Ende 2012 sei der Angeklagte auf Bewährung aus der Haft entlassen worden, teilte der Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft mit.
Der Angeklagte wurde nun erneut im April 2019 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

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